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Volkshilfe-Mitarbeiterin von Demo-Teilnehmern attackiert (Update am 16. Dezember)

Theresa Senzenberger, 16.12.2021 12:02

BRAUNAU. Teilnehmer einer Anti-Corona-Kundgebung am Braunauer Stadtplatz attackierten eine Volkshilfe-Mitarbeiterin, die in Dienstkleidung auf dem Weg zu einer Klientin war. Die Frau wurde dabei nicht nur massiv beschimpft, sondern auch mit Kaffee beschüttet.

 (Foto: triocean/Shutterstock.com)
(Foto: triocean/Shutterstock.com)

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend an der Ecke Fischergasse. Die Fachsozialbetreuerin für Altenarbeit ging nur an der Demonstration vorbei, um zu einer Klientin zu kommen. Daraufhin wurde sie attackiert.

„Die Kollegin war natürlich schockiert, hat sich aber auf keine Diskussion eingelassen und ist weitergegangen. Auf sie und ihre Betreuung hat ja ein alter Mensch gewartet“, berichtet Bernhard Gruber, der Geschäftsführer der Volkshilfe Gesundheits- und Soziale Dienste GmbH.

Für Gruber sind derartige Auswüchse traurig und erschreckend. Er spricht von einer Verrohung der Sitten. „Am Anfang der Pandemie wurden die Kollegen aus dem so wichtigen Pflegebereich für ihren Einsatz beklatscht, nun werden sie beschimpft“, sagt Gruber. Er riet der Betroffenen, den Vorfall der Polizei zu melden. „Solche Vorfälle dürfen nicht einfach so hingenommen werden.“

Update am 16. Dezember

Laut Polizei wurde die 47-Jährige von vier bis fünf Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren attackiert. Einer von ihnen rief der Frau zu, dass ihre Berufsgruppe für die Impfpflicht verantwortlich sei. Dieser Mann war es auch, der ihr einen kalten Kaffee aus einem Becher über den Kopf schüttete, wodurch die Haare und die Oberbekleidung der Altenpflegerin durchnässt wurden. Danach ging die Gruppe Richtung Stadtpfarrkirche davon.

Laut der Pflegerin trug einer der Männer bis über die Nase einen schwarzen Schal. Ein weiterer hatte ein selbstgebasteltes Schild mit der Aufschrift „mein Körper gehört mir“ bei sich.

Die Betroffene wurde am 15. Dezember von der Polizei zum Sachverhalt einvernommen. Der Staatsanwaltschaft Linz wurde ein Bericht zur strafrechtlichen Beurteilung übermittelt.


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