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BRAUNAU. 2012 bekam Braunau als oberösterreichweit erste Bezirksstadt den Titel „Fairtrade-Stadt“. Nun setzen sich die Bewohner schon zehn Jahre aktiv für den fairen Handel ein.

Viele Helfer sorgen dafür, dass Braunau eine „Fairtrade-Stadt“ bleibt. (Foto: Stadt Braunau / IEW)

Die Aufmerksamkeit für den fairen Handel und nachhaltige Entwicklung wird in Braunau durch verschiedene Aktivitäten und Informationsarbeit geschaffen. 2018 wurde dieses Engagement bereits mit einem Fairtrade-Award ausgezeichnet.

Fairtrade-Arbeitskreis

Geleitet wird der Arbeitskreis in Braunau von Harry Buchmayr. Interessierte Bürger sowie Vertreter des Stadtamtes engagieren sich hierbei mit Unterstützung durch Fairtrade Österreich und Klimabündnis Oberösterreich. Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit der Initiative Eine Welt (IEW), die seit mehr als 40 Jahren den Weltladen Braunau betreibt.

Faire Produkte beim Stadtamt

Am Stadtamt wird darauf geachtet, dass Fairtrade-Produkte verwendet werden. So wurde die Arbeitskleidung für den Reinigungsdienst nach Fairtrade-Kriterien angekauft. Auch der Kaffee oder Orangensaft bei Besprechungen sowie Aufmerksamkeiten werden aus fairem Handel und dem Weltladen bezogen.

Aktivitäten und Veranstaltungen

Zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen werden vom Arbeitskreis durchgeführt. Diese reichen von Verteilaktionen bis hin zu Kochveranstaltungen und dem Besuch von Handelsbetrieben. Auch Filmabende, Expertenvorträge, Diskussionen, Ausstellungen oder Modeschauen werden organisiert. Jährlicher Höhepunkt ist die Beteiligung an der „Woche der Entwicklungszusammenarbeit“.

Engagement in Partnerländern

In den letzten 40 Jahren wurde die IEW Braunau eine wahre Institution in der Stadt. Neben dem Weltladen arbeitet der Verein an Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in zahlreichen Partnerländern. Rund 5.000 ehrenamtliche Stunden leistet das Team der IEW dafür jährlich. Die Mitarbeiter besuchen dazu Projektländern oder erstellen gezielte Jahresplanungen, um die bestmögliche Umsetzung der Maßnahmen sicherzustellen. „Entscheidend ist die nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe“, betont die langjährige Projektkoordinatorin Lizeth Außerhuber-Camposeco.

„Als Fairtrade-Stadt leisten wir einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit und unterstützen die Verbreitung von fairen und demokratischen Strukturen weltweit. So können wir zu einem kleinen Stück mehr Gerechtigkeit in der Welt beitragen“, sagt Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher (ÖVP). Er appelliert: „Tragen auch Sie den Fairtrade-Gedanken mit – kaufen und genießen Sie fair.“

Mit Siegel gekennzeichnet

Fairtrade-Produkte sind mit einem Siegel gekennzeichnet und in jedem Supermarkt sowie in vielen Gastronomiebetrieben erhältlich. Sie werden nach den internationalen Standards von Fairtrade international angebaut und gehandelt. Im Fairtrade-System erhalten Produzentenorganisationen einen Mindestpreis und eine Prämie, bei der die Beschäftigten gemeinsam entscheiden, in welche sozialen, ökologischen oder ökonomischen Projekte investiert wird. Das reicht vom Bau neuer Trinkwasserbrunnen bis zur Errichtung von Schulen oder Spitälern. Mittelfristiges Ziel ist es, Armut zu mindern und für mehr Verteilungsgerechtigkeit einzustehen. Weitere Infos dazu gibt es unter www.braunau.at/Fairtrade


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