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ST. VEIT/INNVIERTEL. Im Innviertel gibt es neue Pilgerwege: Das Innviertler Genusspilgern verbindet das bewusste Gehen mit den Gaumenfreuden der Region. In St. Veit wurden die zwei Rundwege feierlich eröffnet. Als Bonus gibt es zudem neue Audio-Guide-Stationen, die Impulse auf den Weg mitgeben.

  1 / 3   Josef Guggenberger (v. l.), Berta Altendorfer, Manfred Feichtinger und Gerald Hartl stellten das „Innviertler Genusspilgern“ vor. (Foto: Tips/Senzenberger)

„Pilgern heißt, in sich gehen, die Natur genießen und zur Ruhe kommen. Ich finde, Pilgern passt zu uns, daher freut es mich, die neuen Rundwege eröffnen zu können“, sagte St. Veits Bürgermeister Manfred Feichtinger (ÖVP). Auch Berta Altendorfer, die Gesamtleiterin des Europäischen Pilgerwegs VIA NOVA, betonte bei der Eröffnung den Wert des Pilgerns. So wird Pilgern von vielen als eine Reise zu sich selbst beschrieben – und bewirkt immer wieder eine Veränderung. Die Bewohner von St. Veit können damit nun direkt vor der eigenen Haustüre starten. „Der Rundweg verbindet dabei gutes Essen, genussvolle Etappen und das Gemütliche und Herzliche der Innviertler“, so Altendorfer.

„Wir haben zwei Rundwege gestaltet, die dabei helfen sollen, den Alltag und die Sorgen hinter sich zu lassen. Zudem ist es uns wichtig, dass auch die Gastronomie am Leben bleibt“, betonte Gerald Hartl, der Geschäftsführer von S’INNVIERTEL Tourismus. Josef Guggenberger, der Obmann des Vereins Europäischer Pilgerweg VIA NOVA, war ebenfalls gekommen, um auf die Schönheit des Pilgerns aufmerksam zu machen: „Man kann beim Pilgern viel Freude erfahren und diese Freude dann weitergeben.“

Zwei Runden

Die Pilger können beim Genusspilgern zwischen zwei Runden wählen, die nach Aspach oder Treubach führen. Somit eignet sich der Weg auch für eine Zwei-Tages-Pilgerung. Die Besonderheiten des Rundwegs sowie Wegbeschreibungen, Infos zu pilgerfreundlichen Übernachtungsbetrieben sowie digitale Wegkarten sind sowohl auf Foldern als auch unter www.pilgerweg-vianova.eu zu entdecken.

Audio-Guide-Stationen

Zusätzlich dazu gibt es auf einzelnen Stationen neue Audio-Guides, die individuelle Impulse für die Pilger geben. Auf der ganzen Via Nova befinden sich 66 dieser Stationen, in Oberösterreich 13. Die Hörstationen informieren über die Geschichte der einzelnen Orte und sollen mit Meditationen und Texten inspirieren. Die Pilger haben somit eine virtuelle Pilgerwegbegleitung. Auf dem Genusspilgerweg kann man neben St. Veit etwa auch in Maria Schmolln dem Audio-Guide lauschen.

In St. Veit wurde der Audio-Beitrag von der VIA NOVA-Beauftragten Aloisia Putzinger gestaltet. Da sich die Station beim Lesepavillon am Heckenlehrpfad befindet, befasst sich der Text mit dem Lehrpfad und einer besonderen Pflanze: Dem Weißdorn, der sich gut für einen Pilgerstab eignet. Pfarrer Francis Abanobi verfasste außerdem eine Meditation dazu. In

Maria Schmolln erzählt Birgit Horlacher über die Figur Mariens in der Natur. Weitere Stationen befinden sich etwa in Feldkirchen, Tarsorf, Moosdorf, Eggelsberg oder Perwang. Der jeweilige Audio-Beitrag ist ganz einfach mit dem Handy per QR-Code abrufbar. „Man kann dann auch von den Stationen weggehen und dem Beitrag lauschen“, berichtet Altendorfer.

Mit Öffis erreichbar

Bei der Erstellung des Weges wurde unter anderem auch auf seine Umweltfreundlichkeit geachtet. So kann der Rundweg von beiden Seiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren werden. „Außerdem befinden sich auf dem Weg viele hundefreundliche Häuser, man kann somit auch sehr gut mit dem Hund pilgern gehen“, verrät Altendorfer. Gerade für Einsteiger, die ihre erste Pilgertour antreten, sei das Innviertler Genusspilgern ideal.


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