Katholische Kirche bedauert über 1.000 Austritte im Bezirk Braunau
BEZIRK. Wie in ganz Österreich ist auch im Bezirk Braunau die Zahl der Katholiken weiter rückläufig. Über 1.000 Personen traten in vergangenen Jahr aus der Kirche aus.

Im Bezirk Braunau am Inn gibt es mit Stichtag 1. Jänner 2023 insgesamt 68.362 Katholiken (2022: 69.390 Katholiken). Im Jahr 2022 traten aus der Katholischen Kirche im Bezirk Braunau am Inn 1.073 Personen aus (2021: 771 Personen). 2022 traten im Einzugsgebiet der Kirchenbeitrag-Beratungsstelle Braunau 39 Personen wieder beziehungsweise neu in die Kirche ein (2021: 35 Personen).
Trend in ganz Oberöstereich
Oberösterreichweit gesehen hatte die katholische Kirche zum Stichtag 31. Dezember 2022 insgesamt 898.064 Mitlglieder (2021: 914.916 Katholiken) von knapp 1,5 Millionen Menschen im Bundesland. Im Jahr 2022 traten aus der Katholischen Kirche in Oberösterreich 16.505 Personen aus (2021: 12.865 Personen). 776 Personen traten 2022 wieder oder neu in die Kirche ein (Reversionen: 760, Konversionen: 16; 2021: 790 Personen). 146 Personen haben ihre Austrittserklärung in Antwort auf einen Brief des Diözesanbischofs Manfred Scheuer widerrufen (2021:111 Personen).
Bischof bedauert Entfremdung
„Natürlich schmerzen die hohen Austrittszahlen und geben uns zu denken. Die Gründe für einen Kirchenaustritt sind jedoch recht vielschichtig und betreffen sowohl gesellschaftliche als auch kirchliche Problemstellungen. Im letzten Jahr waren wohl auch die massiven Teuerungen bei den Lebenshaltungskosten ein letzter Anlass dazu, die Gemeinschaft der Kirche offiziell zu verlassen“, erklärt Bischof Manfred Scheuer. Er bedauert, dass sich so viele Menschen von der Kirche entfremdet haben und betont wie hilfreich diese für viele Menschen sein kann: „Als Kirche wissen wir um unsere Grenzen – wir wissen aber auch um unsere Stärken und unseren Auftrag, für die Menschen da zu sein. Die Katholische Kirche in Oberösterreich will und kann durch die Solidarität zahlreicher Menschen in vielerlei Hinsicht Hilfe anbieten, um das Nötigste an materieller und immaterieller Unterstützung zu ermöglichen. Unserem Auftrag, nah bei den Menschen zu sein, wollen wir weiterhin gerecht werden, auch wenn die Mittel, die man uns dafür zur Verfügung stellt, weniger werden.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden