Für guten Zweck: mit dem Rad von Simbach nach Nepal
SIMBACH. Der gebürtige Simbacher Marius Schachinger fuhr für einen guten Zweck mit dem Rad von Simbach bis nach Nepal. Die Erlebnisse seiner Reise schildert er am Donnerstag, 2. März, um 19 Uhr in der Schulaula des Tassilo Gymnasiums.

Als Marius losfuhr, hatte er noch nicht einmal ein richtiges Fahrrad. „Und ich bin auch sonst nicht wirklich mit Fahrrad unterwegs gewesen“, erzählt er. Dennoch war er mehr als motiviert.
Der 24-jährige Bauingenieur ist Mitglied bei Ingenieure ohne Grenzen (IoG). Durch einen Bekannten erfuhr er von einem Fundraisingprojekt, das durch Corona ins Stocken gekommen war. Daraufhin kam er auf die Idee mit der Fahrradtour.
Marius rief mit „Bavarian-Wadel-Nepal“ ein Fundraisingprojekt ins Leben, das zwei Hilfsprojekte von IoG in Nepal unterstützt. Mit Fotos und Blogs dokumentierte er seine Erfahrungen und veröffentlichte sie auf Instagram und auf seiner Website. Das sollte auf die Hilfsprojekte aufmerksam machen.
Viereinhalb Monate war er mit dem Fahrrad unterwegs. Bis auf eine Bootsfahrt von Iran nach Dubai sowie einen Flug von Oman nach Indien erreichte er sein Ziel mit reiner Muskelkraft. Er legte knapp 10.500 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und durchquerte 18 Länder. Als freiwilliger Helfer unterstützte er eineinhalb Monate vor Ort.
Freund als Begleitung
In den ersten fünf Wochen schaffte er es, in ihm zuvor unbekannte Regionen Asiens vorzudringen. Ab Istanbul begleitete ihn zwei Monate lang ein Freund. „Man teilte sich die täglichen Mühen, wie Essen kochen, Schlafplatzsuche oder das Übersetzen, was vor allem eine psychische Erleichterung darstellte.“ Die Vorbereitung auf die Tour lief für ihn rein mental ab: „Indem ich mir Gedanken machte, was mich erwarten wird.“
Radeln bei 50 Grad
Wie sich herausstellte, war eine der größten Herausforderungen, den straffen Zeitplan einzuhalten, um zur Unterstützung bei den Hilfsprojekten rechtzeitig vor Ort zu sein. Herausfordernd war auch der Streckenabschnitt im Süden Irans. „Zum Teil wurden in der Mittagszeit 50 Grad in der prallen Sonne erreicht, auch nachts kühlte es nie unter 30 Grad ab.“ In den zwei ärmsten Staaten Indiens waren die hygienischen Zustände sehr schlecht. Schließlich war das Endziel Kathmandu erreicht. „Um dies zu realisieren, benötigte ich einige Tage, aber das Gefühl, es wirklich geschafft zu haben, war unglaublich und ich bin dankbar, diese Reise angetreten zu haben.“
Höhepunkte gab es viele. Auf diese will Marius bei seinem Vortrag genauer eingehen. „Beim Vortrag wird es viele Eindrücke geben, wie die Reise ablief, was mir unterlaufen ist, viele lustige, aber auch gefährliche Geschichten. Bilder und Videos begleiten den Vortrag und geben einen Eindruck über jede Region, die ich beradelt habe.“ Weitere Projekte sind vorerst nicht geplant.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Freiwillige Spenden sind aber erwünscht und können bei Spendenboxen abgegeben werden. Zur Stärkung gibt es Getränke und Kuchen. Alle Einnahmen werden an die Kinder des heilpädagogischen Zentrums in Eggenfelden gespendet. Mit dem Geld soll ein Ausflug nach ihrer Wahl ermöglicht werden.


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