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BRAUNAU. Seit 30 Jahren ist das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) im Bezirk Braunau unterwegs. Anlässlich des Jubiläums zieht das Braunauer Notarztteam Bilanz.

Das Braunauer Notarztteam (Foto: bandbreite e.U/ RK/LV OÖ/NEF Braunau)
  1 / 3   Das Braunauer Notarztteam (Foto: bandbreite e.U/ RK/LV OÖ/NEF Braunau)

Im Mai 1993 rückte das Notarztteam erstmals zu einem lebensrettenden Einsatz aus. Braunau war damals der erste Bezirk in Oberösterreich, in dem das Notarztsystem eingesetzt wurde. Inzwischen ist ein Notarzt aus der Rettungskette nicht mehr wegzudenken.

Zu rund 40.000 Einsätzen wurde das Braunauer Team seit der Einführung alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten dabei die Chance, dass Patienten schwere Unfälle sowie lebensbedrohliche oder akute Krankheiten überleben, erheblich steigern.

Versorgung durch Notarztteam

Das NEF-Team besteht aus einem Notarzt und einem speziell ausgebildeten Notfallsanitäter. Die beiden übernehmen am Einsatzort die notärztliche Versorgung und werden dabei von einer parallel alarmierten Rettungsmannschaft unterstützt. Nach der Versorgung am Einsatzort werden die Patienten mit einem Rettungswagen in das nächstgelegene beziehungsweise geeignete Krankenhaus transportiert.

Beatmungsgerät und Knochenbohrmaschine

Das Einsatzfahrzeug ist mit modernsten medizinischen Geräten ausgestattet. Dazu zählen beispielsweise ein Multiparametermonitor, ein Beatmungsgerät, ein Thoraxkompressionsgerät oder eine Knochenbohrmaschine.

Vor 30 Jahren waren die Einsatzkräfte noch mit einem VW Passat unterwegs. Jetzt wird flächendeckend mit einem VW Amarok zu Notfällen ausgerückt.

Elf Notfallsanitäter und 16 Notärzte

Am Notarztstützpunkt in Braunau sind vier berufliche und sieben freiwillige Notfallsanitäter sowie 16 Notärzte im Einsatz. Dienstführender Notfallsanitäter ist Klaus Vorich, ärztlicher Leiter ist Lennar Riesinger.

Die Braunauer Mannschaft wird zu Verkehrs- und Freizeitunfällen sowie internistischen- und neurologischen Notfällen gerufen. Auch geburtshilfliche Notfälle werden vom Notfallteam betreut. Die Alarmierung erfolgt über die Rettungsleitstelle Innviertel.

Ersthelfer sind gefragt

Eine große Unterstützung des Notfallteams sind die Ersthelfer. Notfallsanitäter Klaus Vorich rät daher: „Besuchen Sie regelmäßig einen Erste Hilfe-Kurs oder einen Erste Hilfe-Auffrischungskurs.“ Denn die Rettungskette beginnt mit dem Ersthelfer. „In einem Notfall nichts tun ist das Schlechteste. Nur mit Ihrer Hilfe können der Rettungsdienst und der Notarztdienst bestmöglich helfen.“ Weitere Infos dazu gibt es bei der Rot Kreuz Bezirksstelle Braunau unter 07722 62264.

 

Foto: RK/LV OÖ/NEF Braunau


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