Meterlanges Darmmodell und künstliche Intelligenz: Großes Interesse an Infotagen in Braunau
BRAUNAU. Hunderte Besucher kamen zur Veranstaltung „Darmgesundheit ist cool!“ des Krankenhauses Braunau. Sie konnten hier unter anderem durch ein fünfeinhalb Meter langes Darmmodell gehen, eine Diagnosestraße durchlaufen und sich Fachvorträge anhören.

Welche Möglichkeiten der Darmuntersuchung gibt es? Wie ist die chemische Zusammensetzung von Pupsen? Und wann sollte man zum Arzt? Diese und viele weitere Fragen wurden an zwei Infotagen beantwortet.
Im begehbaren Darmmodell erklärten Experten den Gästen verschiedene Darmerkrankungen. In der Diagnosestraße wurden Puls- und Blutdruckmessungen, Ultraschalluntersuchungen, eine Blutzuckerbestimmung und vieles mehr angeboten. Viele nutzten dieses Angebot.
Symptome und Polypen
Bei den medizinischen Fachvorträgen informierte beispielsweise Oberarzt Ilia Swanidze über Symptome bei Dickdarmerkrankungen und ab wann man sofort einen Arzt beziehungsweise das Spital aufsuchen muss. Wie man sich gut auf eine Koloskopie vorbereitet erklärte Oberarzt Michael Glas. Weitere Themen waren Polypen und Dickdarmerkrankungen.
Künstliche Intelligenz bei Darmspiegelung
Dabei erfuhren die Besucher unter anderem, dass im Braunauer Krankenhaus aktuell künstliche Intelligenz bei der Darmuntersuchung eingesetzt wird. „Der Einsatz bei der Darmspiegelung zur vielleicht besseren Entdeckung von Darmveränderungen wie Polypen ist seit vielen Jahren am Menschen möglich und wird aktuell in Braunau getestet“, erklärt Sigrid Kastl, die unter anderem Leiterin der Allgemeinchirurgie am Krankenhaus Braunau ist und die Veranstaltung initiierte.
Dass die Veranstaltung vom Publikum so gut angenommen wurde, freut die Ärztin sehr. „Möglich war diese zweitägige Veranstaltung nur durch das große Engagement des interdisziplinär zusammengestellten Teams des Krankenhauses, das Gesundheitsthemen verständlich an Erwachsene und Kinder vermittelte.“
Schüler führten Ultraschallkopf
Auch mehrere Schulklassen kamen mit ihren Lehrern zur Veranstaltung. Ärzte der Kinderabteilung zeigten ihnen im Ultraschall, welche Organe sich in ihrem Bauch befinden. Die Schüler konnten, wenn sie wollten, den Schallkopf selbst führen und ihre Organe am Bildschirm beobachten. „Auf diese Weise verlieren die Kinder die Scheu vor dem Krankenhaus“, sagt Uwe Wintergerst, der Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendheilkunde.
Experiment mit Endoskop
Bei den Vorträgen erfuhren die Jugendlichen Wissenswertes über Bauchschmerzen und Blähungen. Außerdem konnten sie mit einem Endoskop und einer Fasszange versuchen, Paprikasamen aus Früchten herauszufischen. Die Rückmeldungen der Erwachsenen und Jugendlichen waren laut Kastl und Wintergerst sehr gut. Deswegen plant das Krankenhaus, die Veranstaltung zu wiederholen.


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