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BEZIRK BRAUNAU. Da im Bezirk Braunau das Fleisch von Wildschweinen mit Chemikalien belastet war, wurden weitere Lebensmittel untersucht. Die Ergebnisse sind laut Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) erfreulich.

Fisch aus dem Bezirk Braunau wurde auf Industriechemikalien untersucht. (Foto: Printemps/stock.adobe.com)

Ausgewählte Lebensmittel aus dem Bezirk Braunau wurden bei einer Landesschwerpunktaktion auf Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) untersucht. Diese Industriechemikalien können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Beprobt wurden Freilandeier, Fisch und Fleisch von Freilandschweinen. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) analysierte die Proben.

Nicht nachgewiesen

In 17 Proben wurden die Industriechemikalien nicht nachgewiesen. Dabei handelt es sich um acht Proben Eier, fünf Proben Fisch und vier Proben Schweinefleisch.

Unterhalb des Grenzwertes

In zwei Proben Eier wurden PFAS nachgewiesen. Die Werte liegen allerdings deutlich unterhalb des Grenzwertes, der für Eier festgelegt ist.

„Es war wichtig, dass wir nach den bekannt gewordenen regionalen Kontaminationen von Wildschweinen mit PFAS auch andere Lebensmittel auf diese Industriechemikalien untersuchen, damit sowohl Produzenten als auch Konsumenten Gewissheit haben“, sagt Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). „Die Ergebnisse sind erfreulich, die Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet.“

Neue Grenzwerte

PFAS werden seit Jahrzehnten für verschiedenste Industrieprozesse eingesetzt. Sie befinden sich beispielsweise in Textilien, Skiwachsen, Pestiziden oder Kosmetika. Die Chemikalien haben allerdings negative Auswirkungen auf die Umwelt und Gesundheit. 2020 veröffentlichte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) daher eine Neubewertung zu gesundheitlichen Risiken durch PFAS in Lebensmitteln. Denn der Mensch nimmt die Chemikalien hauptsächlich über Lebensmittel und Trinkwasser auf. Am häufigsten sind die Stoffe in Fisch, Obst, Eiern und Eiprodukten nachweisbar.


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