Erlen mussten im Naturschutzgebiet Ascherweiher entfernt werden
BRAUNAU. Um Verletzungen und Sachschäden zu vermeiden, wurden im Naturschutzgebiet Ascherweiher mehrere Erlen zurückgeschnitten.

Die Erlen standen entlang eines Gehwegs, der parallel zum Klostermühlbach verläuft. Bei stärkerem Wind bestand die Gefahr, dass größere Äste abbrechen und auf den Gehweg und das angrenzende Grundstück fallen könnten. Aus Sicherheitsgründen wurden die Erlen bis auf den Wurzelstock zurückgeschnitten.
Die Maßnahme wurde vor Beginn der Vogelbrutzeit umgesetzt. Um Bodenschäden zu vermeiden, wurde ein spezielles Kleingerät eingesetzt.
Es müssen laut der Stadtgemeinde keine Erlen nachgepflanzt werden. Denn einerseits treibt die Baumart wieder sehr schnell durch. Zum anderen wachsen schon mehrere jüngere Bäume natürlich nach. Für sie ist es von Vorteil, dass sie jetzt mehr Platz und Licht zur Verfügung haben.
Mehr Platz für seltene Arten
Im Naturschutzgebiet „Ascherweiher und Umgebung“ werden mehrere feuchte Wiesenflächen naturschutzgerecht gepflegt. Besonders hochwertig ist eine Wiese im Zentrum des Gebiets. Sie ist ein Rückzugsraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.
Um ihren Lebensraum zu vergrößern, wurde Gehölz gerodet. Denn die Gehölzbestände seien in dem Gebiet bereits ausreichend vorhanden, heißt es aus dem Braunauer Stadtamt. In den nächsten zwei Jahren sollen sich die gefrästen Flächen zunehmend begrünen. Aus den im Boden vorhandenen Feuchtwiesenarten soll sich eine Streuwiese entwickeln.
In Zukunft werden die renaturierten Wiesenflächen einmal zwischen Spätsommer und Herbst gemäht. Das Mähgut wird verbracht. Dadurch soll die Wiese weiter ausgehagert werden und ein größerer hochwertiger Lebensraum entstehen.
Im Auftrag der Naturschutzabteilung
Alle Arbeiten erfolgen im Auftrag der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich. Ein Naturraummanager begleitet die Maßnahmen.
Die Stadtgärtnerei und der Städtische Forstdienst arbeiten laut der Stadtgemeinde laufend daran, einen gesunden Baumbestand nachhaltig zu sichern. Sie führen dazu regelmäßig Kontrollen und gezielte Baumpflegemaßnahmen durch. Geschädigte Bäume werden soweit wie möglich erhalten und beispielsweise mit Rückschnitten gepflegt.


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