Mit großer Portion Motivation ins neue Jahr
BRAUNAU. Was tat sich 2024 in Braunau und was tut sich 2025? Diese Fragen beantwortete Bürgermeister Johannes Waidbacher beim diesjährigen Neujahrsempfang den zahlreichen Besuchern.

Wie immer folgten viele Braunauer der Einladung des Bürgermeisters ins Veranstaltungszentrum. Persönlich begrüßt vom Stadtoberhaupt fand jeder schnell zahlreiche Gesprächspartner mit denen man schon vor dem offiziellen Teil Erfahrungen des vergangenen Jahres austauschen konnte.
Charmant führte Moderatorin Kati Hochhold anschließend durch den Abend und begrüßte gleich zu Beginn die musikalischen Begleiter „Brass4us“. Mit einer schwungvollen Tanzperformance begeisterte Roman Schneebichler, Landesmeister im HipHop von der Lebenshilfe, das Publikum.
Bürgermeister informierte
Dann hatte Bürgermeister und Gastgeber Johannes Waidbacher das Wort. In einem kurzweiligen Vortrag, verdeutlicht mit entsprechenden Grafiken, führte er durch das Jahr 2024. So erfuhr man, dass Braunau 19.298 Einwohner hat, die sich auch 87 Nationen zusammensetzen. Der Anteil der österreichischen Staatsbürger beträgt dabei 13.105, gefolgt von Rumänien mit 1.447 und Deutschland mit 1030 Einwohnern. Einen beträchtlichen Teil machen auch Serben, Syrer und Bosnier aus.
750 Geburten, 148 Eheschließungen, 218 Verstorbene hat das Standesamt festgehalten.
Der Voranschlag 2025 bei den Finanzen wird beim laufenden Haushalt mit Auszahlungen von 62,65 Mio. berechnet, Investitionen werden mit 7,424 Mio. Euro getätigt. Das entstehende Minus von 2.403.900 Euro kann aus den entsprechenden Rücklagen genommen werden, so Waidbacher, der gleichzeitig auch auf Sparmaßnahmen vorbereitet. Diese will man aber nicht im Sozialbereich machen, beruhigt er und zeigt auf, welche Investitionen in den letzten Jahren gemacht wurden und wie sich die Ausgaben zusammensetzen.
Persönlicher Wunsch
Zum Abschluss äußerte Waidbacher noch ein paar persönliche Wünsche an die Bürger, z. B. mehr Rücksicht der Radfahrer und E-Scooter-Fahrer auf die Fußgänger, den Müll nicht neben den Abfalleimern, sondern darin ablegen oder auch die gelben Säcke erst einen Tag vor Abholung vors Haus legen. Ein rücksichtsvolles Miteinander fördere die Gemeinschaft der Stadt, appellierte er.
Aussichten 2025
Den Gürtel enger schnallen, heißt es 2025. Noch im 1. Quartal wird der Strukturbeirat verschiedene Einsparungsmaßnahmen diskutieren. Vorrangiges Ziel soll dabei sein, dass man nicht zu einer Härteausgleichsgemeinde wird und eine gewisse Unabhängigkeit bei finanziellen Fragen behält.
Wichtig seien weiterhin Investitionen in Klimaschutz, Kinderbildung und -betreuung sowie Straßenbau.
Für die Innenstadt warte man auf die Zusage des Fördermodells „Stadt Up“. Das Leerstands-Programm des Landes OÖ soll dann in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing umgesetzt werden.
Weitere Interviews
Wie sich die Aufgaben in der Kinderbetreuung und -bildung geändert haben, darüber sprach im Anschluss Kati Hochhold mit Alexandra Brenner. Patrick Eichriedler gab Einblick in die Aktivitäten der Pfadfindergruppe und schließlich machten Otto Tremetzberger und Fina Esslinger neugierig auf das Festival der Regionen.
Beim anschließenden Imbiss wurde noch rege diskutiert.


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