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Klappe auf: Bezirk Braunau als Hauptdarsteller in neuer Krimi-Serie

Sabrina Antlinger, 14.10.2025 14:00

BEZIRK BRAUNAU. Der Bezirk wird zur Serienkulisse: Die Schauspielstars Julia Koschitz, Martina Ebm und Matthias Koeberlin stehen derzeit gemeinsam für die neue ORF/ARD-Degeto-Serie „Das Vergessen“ vor der Kamera. Gedreht wird unter anderem in Moosdorf, Mauerkirchen, im Krankenhaus Braunau sowie im Ibmer Moor, das eine zentrale Rolle in der Handlung spielt. Tips hatte Gelegenheit, bei den Dreharbeiten dabei zu sein.

Schauspielerin Julia Koschitz ermittelt in einem Kriminalfall. (Foto: Victoria Herbig)
  1 / 3   Schauspielerin Julia Koschitz ermittelt in einem Kriminalfall. (Foto: Victoria Herbig)

Julia Koschitz – bekannt etwa aus dem Fernsehfilm „Ewig Dein“, dem Kinofilm „Der Vierer“ oder der aktuellsten Fernsehreihe „Im Schatten der Angst – Der Skorpion“ – ermittelt aktuell im Bezirk Braunau in einem Kriminalfall, der sie selbst an ihre Grenzen bringt. Als Polizistin Pia Kraus kämpft sie gegen frühes Alzheimer – und um ihre verschwundene 17-jährige Nichte Amelie (Fabia Matuschek).

Bezirk als perfekte Kulisse

Dass die Dreharbeiten speziell im Bezirk Braunau stattfinden, ist kein Zufall. Die Handlung der Serie spielt in einer Moorlandschaft, und mit dem Ibmer Moor – der größten Moorlandschaft Österreichs – fand das Filmteam die perfektenatürliche Kulisse. Bereits zu Jahresbeginn begann das Location-scouting, bei dem gleich mehrere Orte im Bezirk als besonders stimmungsvoll und filmisch geeignet ausgewählt wurden.

Fast wie echt: neue Bäckerei

Anfang Oktober etwa verwandelte sich die Jausenstation Seeleiten in Moosdorf in ein Filmset. Unter der Regie von Daniel Geronimo Prochaska entstanden dort mehrere Szenen mit Julia Koschitz, Bardo Böhlefeld, León Orlandianyi, Jack Hofer und Veronika Glatzner. Für den Dreh wurde unter anderem auch eine eigens fiktive Bäckerei in Ibm eingerichtet – so authentisch, dass Passanten sie für einen neuen Nahversorger hielten. Oder in Franking mussten die Balkonblumen des Bürgermeisters kurzzeitig als Filmrequisite herhalten. Weitere Dreharbeiten finden noch bis 3. Dezember in der Region statt.

50 Statisten aus der Region

Rund 50 Komparsen aus der Region wirken in diversen Szenen mit. Die Vorbereitungen für die Dreharbeiten laufen bereits seit Anfang des Jahres. Ein Drehtag dauert in der Regel von 8 bis 17 Uhr, produziert werden dabei täglich jedoch nur rund drei Minuten tatsächliche Filmzeit. Viele Szenen müssen mehrfach und aus unterschiedlichen Kamerawinkeln aufgenommen werden. Hinzu kommt: Das Wetter spielt nicht immer mit. Immer wieder kommt es zu Verzögerungen, und das Team muss sich flexibel an die Gegebenheiten vor Ort anpassen. Manche Szenen werden daher zusätzlich vor dem Greenscreen im Studio in Wien nachgedreht oder ergänzt.

„Für unsere Region ist das touristisch gesehen eine großartige Werbung“, freut sich Maria Spitzwieser vom Tourismusbüro Entdeckerviertel, das das Projekt finanziell unterstützt. „Wir rechnen mit rund 5.000 zusätzlichen Übernachtungen und einer langfristigen Wertschöpfung von etwa 800.000 Euro.“

Das erwartet Krimifans

In „Das Vergessen“ spielt Koschitz die Polizistin Pia Kraus, die das mysteriöse Verschwinden ihrer Nichte Amelie aufklären will. Nach sechsmonatiger Suche wird deren Leiche im Moor entdeckt. Der grausame Fund hebt das Leben ihrer Mutter Caro (Martina Ebm) – Pias Schwester – vollständig aus den Angeln. Pia verspricht ihrer Schwester, den Täter zu finden, doch ihre persönliche Alzheimer-Diagnose verändert alles. Die Erkrankung lässt Pias Erinnerungen zunehmend verblassen, doch sie kämpft unermüdlich darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen – und riskiert dabei alles.

Ausstrahlung:
Die sechsteilige Serie, deren Folgen jeweils rund 45 Minuten dauern werden, soll im Herbst 2026 auf ORF1 und ARD ausgestrahlt werden. Produziert wird die Serie von Gudula von Eysmondt von Mona Film mit einem Budget von rund acht Millionen Euro.

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