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SANKT PANTALEON. Die Bäuerin Elfi Erbschwendtner aus Sankt Pantaleon hat der Tips-Redaktion einen Leserbrief zum Thema „Feinkostladen Österreich“ übermittelt.

 (Foto: Tips GmbH)
(Foto: Tips GmbH)

Elfi Erbschwendtner: „Feinkostladen Österreich bezeichnete einst ein Politiker unser Land und sah darin unsere einzige Chance am Markt weiterzubestehen. Was ist daraus geworden? Biomilch aus Neuseeland, Getreide aus der Ukraine und nun noch mehr Fleisch aus Südamerika.“

„Agrarimporte, für die die Lunge der Erde geopfert wird, wo 18 Fußballfelder pro Minute (Jahr 2024) Regenwald gerodet werden, für Agrarflächen, auf denen Spritzmittel verwendet werden, die bei uns seit 20 Jahren verboten sind, wo indigene Völker verjagt werden und Tierwohl und Menschenrecht ein Fremdwort sind.“

„Da lebt es sich in Österreich schon besser, hier kann man sich so ziemlich alles aussuchen, beginnend beim Beruf, Lebensort, Religion und siehe da, nun kann man sich auch sein Geschlecht aussuchen.“

„Einkaufen bietet uns eine Vielfalt ohnegleichen, jede Autosorte, Autofarbe, Urlaub, alles kann man selbst wählen, einzig in Kantinen und Gastronomie weiß keiner, wo die Lebensmittel herkommen.“

„Nachdem die Politik, bei den festgelegten Quoten im öffentlichen Bereich, für heimische Lebensmittel gänzlich gescheitert ist, fordere ich hier endlich eine gesetzliche Kennzeichnung für den Konsumenten. Es wäre dermaßen einfach, dies durchzuführen, ohne großen Aufwand, es genügt auf der Speisekarte ein internationales Wappen und jeder kann sich frei entscheiden. Fast keiner will genau wissen, ob dies vom Huberbauer oder sonst wem kommt, wir wollen nur wissen, aus welchem Land es kommt, welche Standards dort gelten.“

„Mercosur wird kommen und zeitgleich muss auch die Kennzeichnung kommen. Die Politik hat dafür zu sorgen, dass wir uns in Krisenzeiten selbst versorgen können, ohne heimische Landwirtschaft kann sie das nicht garantieren. Wir brauchen einen gesetzlich geschützten Grundpreis für Milch und Getreide und diese längst notwendige Kennzeichnungspflicht, ansonsten werden noch mehr Höfe schließen, (bereits täglich neun) und falls in Krisen die Grenzen schließen, dann werden unsere Teller plötzlich leer bleiben.“ 

Elfi Erbschwendtner, eine Konsumentin und Bäuerin aus St. Pantaleon 

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken.

Wir behalten uns vor, Briefe aus Platzgründen zu kürzen.


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