Pflegende Angehörige brauchen gerade jetzt seelische Unterstützung
BEZIRK BRAUNAU. Einen Angehörigen zu pflegen, ist schon in normalen Zeiten persönlich sehr herausfordernd – um so mehr, wenn die Situation durch die Maßnahmen gegen das Coronavirus noch schwieriger wird. Das weiß auch Christine Wally-Biebl von der Caritas.

„Durch die Corona-Krise spitzt sich die Lage in den Familien zu. Entlastungsangebote fallen weg und die Angst, dass die zu pflegende Person angesteckt wird, bringt Betroffene an ihre Belastungsgrenze“, weiß Christine Wally-Biebl von der Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige in Ried. Sie steht in diesen schwierigen Zeiten Betroffenen in den Bezirken Ried und Braunau nach wie vor von Montag bis Freitag, von 9 bis 12 Uhr, telefonisch unter 0676/ 8776 2439 für psychosoziale Beratungsgespräche zur Verfügung.
„Die Tagesbetreuungen sind geschlossen und die mobile Pflege ist auf ein Minimum reduziert. Dazu kommt, dass die eigenen sozialen Kontakte oder persönliche Auszeiten, die den pflegenden Angehörigen sonst als Kraftquelle dienen, sich von heute auf morgen in Luft aufgelöst haben“, erklärt Wally-Biebl.
Trost und Mitgefühl über das Telefon spenden
Aber die Mitarbeiter der Caritas-Servicestellen sind zumindest telefonisch da, wenn sich pflegende Angehörige die belastende Situation, ihre Sorgen und Ängste von der Seele reden wollen. „Ich höre zu, verstehe und habe Mitgefühl. Das löst zwar keine Probleme und bringt den Betroffenen auch keine durchgehende Nachtruhe, aber das Gefühl, in Krisen nicht alleine zu sein, hilft, sie besser zu bewältigen. Für andere da sein geht auch am Telefon.“ Für sonstige Fragen rund um die Pflege von älteren Menschen steht auch weiterhin die Pflege-Hotline unter 051/775775 zur Verfügung.


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