Besitzer von ausgesetzten Minischweinen ausgeforscht
LOCHEN/KÖSTENDORF. Jene Tierhalter, die Ende Februar zwei Minischwein-Ferkel in der Nähe der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe in Lochen ausgesetzt hatten, konnten von der Polizei ausgeforscht werden.

Hinweise hatten dazu geführt, dass ein Ehepaar aus Köstendorf als Besitzer der Schweine ermittelt werden konnte. Die beiden zeigten sich geständig und gaben an, dass sie erst zu spät gemerkt hätten, dass es sich bei den Schweinen um ein männliches und ein weibliches Ferkel handelte. Sie setzten diese aus, da sie keinen Nachwuchs wollten und waren davon überzeugt, dass die Tiere in freier Natur überlebt hätten.
Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler weist jedoch darauf hin, dass Minischweine nicht in Freiheit überleben können. Sie warnt davor, sich diese Tiere als Haustiere zuzulegen, da man ihren Bedürfnissen kaum gerecht werden könne.
Zudem habe sich herausgestellt, dass es sich bei den Ferkeln tatsächlich um zwei Weibchen handelte. Stadler betont: „Wenn ich nicht möchte, dass Tiere sich vermehren, muss ich nur den vermeintlichen Eber kastrieren lassen. Das kostet mich rund 50 Euro.“
Die Beschuldigten werden wegen des Verdachtes der Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt.


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