Bauernmuseum am Solingerhof feiert 30-jähriges Bestehen
MARIA SCHMOLLN. In seinem Bauernmuseum am Solingerhof zeigt Georg Reitmaier seit 30 Jahren altes bäuerliches und handwerkliches Werkzeug, Gegenstände und Maschinen. Zum Jubiläum wird am Sonntag, 21. Mai, von 9.30 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Tür veranstaltet.

Mit 11 Jahren bekam der heute 65-Jährige von seinem Onkel sein erstes Objekt: eine hölzerne Heugabel. „Als 1971 der Stadl beim Nachbarn ‚Holzsimmerl‘ abgetragen wurde, brachte ich mir die dort befindlichen Arbeitsgeräte heim. Nach und nach erfasste mich eine Sammelleidenschaft, die bis heute anhält.“ Zuerst lagerte er die gesammelten Gegenstände am Dachboden. Dieser wurde bald zu klein und es reifte der Gedanke an ein Museum. Bis dorthin war es ein langer Weg. 1993 konnte sich Reitmaier seinen Wunsch endlich erfüllen und sein Museum eröffnen. Schon damals weckte das Museum Interesse, mehr als tausend Besucher kamen zur Eröffnung. Das Museum befindet sich in einem selbstgeplanten Bundwerk-Stadl und umfasst zwei Ebenen im Obergeschoss.
Beim Gang durch das Museum können die Besucher in eine Welt eintauchen, in der Handwerkzeuge, Maschinen und Geräte mit Muskelkraft, Geschick und Können ausgerichtet waren. Neben vielen bäuerlichen Objekten sind auch alte Einrichtungsgegenstände, örtliche Wallfahrtsdevotionalien, alte Ansichtskarten und vieles mehr ausgestellt.
Eigenes Fassbindermuseum
In einem eigenen Raum befindet sich das Fassbindermuseum. Auch die Wagnerei und Imkerei sind thematisch aufbereitet. Ein ganz besonderes Exponat und für viele ein Hingucker ist ein 250 Jahre alter Holzpflug. „Ich hänge mit Herz, Leib und Seele am Museum und an meinen Sammlungen“, sagt Reitmaier.
Unterstützt wurde er von seiner Familie, seinem Nachbarn und einem ehemaligen Arbeitgeber. Besonders viel Hilfe bekam er von seiner Frau: „Sonst hätte ich diesen Weg nicht gehen können“, so Reitmaier. Weitere Infos gibt es unter 0650 5402204.


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