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Tierschutzminister stimmt Pfotenhilfe-Forderung zu: Beißtraining soll verboten werden

Leserartikel Michelle Baumann, 09.11.2023 08:01

LOCHEN. Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler ist erleichtert: Direkt nach der Übergabe der Petition an Tierschutzminister Johannes Rauch am Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen, stimmte dieser der Forderung, das Beißtraining gegen Menschen zu verbieten, zu. Tierschutz-Landesrat Michael Lindner begrüßt ebenfalls den Vorschlag.

 (Foto: Pfotenhilfe)
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“Das Scharfmachen von Hunden, das vielerorts unter dem Deckmantel des Hundetrainings passiert, ist durch nichts zu rechtfertigen”, so der Tierschutzminister Johannes Rauch.

Aber damit nicht genug, habe sein Ministerium aufgrund der Pfotenhilfe-Petition sogar schon einen Gesetzesänderungsvorschlag entworfen: “Dass Hunde von ihren Haltern nicht zur Waffe erzogen werden dürfen, steht für mich außer Frage. Einen entsprechenden Vorschlag werden wir noch diese Woche an den Koalitionspartner übermitteln. Ich bin überzeugt, dass wir hier rasch zu einem Konsens kommen, zum Wohl der Tiere und der Menschen in unserem Land”, so der Minister.  

Stadler ist überwältigt: „Dass das jetzt so schnell geht, habe ich nicht zu hoffen gewagt. Ich danke den vielen Tierfreunden, die unsere Petition unterstützt und damit der Politik klargemacht haben, dass dieses schreckliche Beißtraining Tieren und Menschen schadet und daher dringend und ausdrücklich verboten werden muss, egal wie auch immer die Täter diese abscheuliche Scharfmacherei mit dem Ziel, lebende Waffen zu produzieren, jetzt und in Zukunft verharmlosend nennen mögen.“

Gestartet hatte die Pfotenhilfe die Petition, nachdem sie aufgedeckt hatte, dass die Hunde, die am 2. Oktober in Naarn die Joggerin getötet haben, gezielt gegen Menschen scharfgemacht wurden.

Lamm Chili saugte gierig am Minister-Flascherl

Natürlich ließ es sich der Tierschutzminister bei seinem Besuch der Pfotenhilfe auch nicht nehmen, das Salzburger „Rücksitz“-Lamm Chili, dem er im September das Leben gerettet hatte, kennenzulernen und es sogar mit dem Flascherl zu füttern.

Tierschutz-Landesrat Michael Lindner begrüßt bundesweiten Vorstoß für Einschränkungen von Angriffstrainings bei Hunden

Landesrat Michael Lindner unterstützt den bekannt gewordenen Vorstoß von Tierschutzminister Johannes Rauch, der offenbar ein generelles Verbot von Beiß- und Angriffstrainings bei privaten Hunden plant. „Solche Ausbildungsmethoden schaden nicht nur den Hunden selbst, sondern erhöhen die Gefahr für Menschen, Opfer von Hundebissattacken zu werden. Diese Ausbildungen haben im privaten Bereich nichts verloren“, ist für Landesrat Lindner klar.

Bei der diesjährigen Konferenz der Tierschutz-Landesräte setzte sich Lindner für strengere Regelungen im Bereich der Hundeausbildungen ein. Auf Antrag von Lindner wurde bereits in der Tierschutz-Referenten-Konferenz eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingesetzt, die die bestehenden Ausbildungsmethoden – wie etwa die Schutzhundeausbildung – evaluieren soll. Schon bei der Konferenz wurde klar, dass die meisten Bundesländer Angriffstrainings bei Hunden kritisch sehen. Umso erfreulicher ist es, dass Bundesminister Rauch nun dahingehend aktiv wird.  „Es braucht hier rasch Klarheit – für die Hundehalter, aber auch für die Menschen, die sich beim Spazieren oder Joggen sicher fühlen müssen“, so Lindner abschließend.


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