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SCHALCHEN/MATTSEE/LOCHEN. In der zweiten Adventwoche ereigneten sich traurige Vorfälle im Innviertel und im angrenzenden Salzburger Land: Gleich vier Tiere wurden herzlos ausgesetzt. Zwei Hähne und zwei Katzenbabys fanden glücklicherweise den Weg zur Pfotenhilfe in Lochen und sind nun in Sicherheit.

Zwei kleine Katzenbabys hilflos ausgesetzt. (Foto: Pfotenhilfe Lochen)
  1 / 3   Zwei kleine Katzenbabys hilflos ausgesetzt. (Foto: Pfotenhilfe Lochen)

Direkt an der stark befahrenen Landesstraße zwischen Schalchen und Maria Schmolln entdeckte eine Tierfreundin zwei ausgesetzte Hähne. Ein weißer Hahn hatte Schutz in einer Kapelle gesucht, während ein bunter Hahn kurz darauf am Straßenrand auftauchte. Aus Sorge, dass die Tiere überfahren werden könnten, rief die Finderin ihre Familie zur Hilfe. Gemeinsam gelang es, die Hähne einzufangen und zum Tierschutzhof Pfotenhilfe zu bringen.

Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe, vermutet, dass die Hähne im Frühling unüberlegt angeschafft wurden und man sie nun loswerden wollte, vermutlich weil sie zu laut waren: „Warum man sie in Lebensgefahr aussetzt, statt sie direkt zu uns zu bringen, ist unverständlich.“

Katzenbabys hilflos auf Wiese gefunden

Einen ebenso erschütternden Fund machten Spaziergänger im Gemeindegebiet von Mattsee: Zwei etwa acht Wochen alte Katzenbabys lagen auf einer abgelegenen Wiese, weit entfernt von jeglicher Bebauung. Die völlig unterkühlten und kranken Tiere wurden zur Pfotenhilfe gebracht, wo sie medizinisch versorgt werden.

Bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe

„Die Kätzchen, ein Bub und ein Mädchen, haben Schnupfen und Augenentzündung und sind viel zu klein, um an den Fundort selbst gelangt zu sein“, so Stadler. „Jetzt sind die beiden bei uns in Sicherheit, aber das Aussetzen von Tieren, egal welcher Art, ist kein Bagatelldelikt, es drohen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Es handelt sich um fühlende, leidensfähige Lebewesen, was manchen herzlosen Menschen, selbst in der Vorweihnachtszeit, offenbar egal sein dürfte, nachdem sie sich auch nicht an die Katzenkastrationspflicht halten.“ 

Hinweise erbeten: Wer Hinweise zu den Tieren oder den Verantwortlichen geben kann, wird gebeten, sich über das Kontaktformular auf www.pfotenhilfe.atwww.pfotenhilfe.at zu melden.


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