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Mining. Wenn jede Sekunde zählt, kann schnelle Hilfe Leben retten. Seit Mitte Juli steht in der Gemeinde Mining ein neues First-Responder-Team bereit, um genau in diesen entscheidenden Momenten zur Stelle zu sein – noch vor dem Eintreffen des Rettungswagens.

Diese First Responderin hat den Rucksack immer "an der Frau". (Foto: RK/LV OÖ)
Diese First Responderin hat den Rucksack immer "an der Frau". (Foto: RK/LV OÖ)

Vier medizinisch ausgebildete Ehrenamtliche – Valentin Habetswallner, Sandra Bogenhuber, Johannes Hohla und Stefan Katzinger – übernehmen künftig in ihrer Freizeit diese verantwortungsvolle Aufgabe. Ausgestattet mit speziell dafür vorgesehenen Notfallrucksäcken inklusive Defibrillatoren, leisten sie ehrenamtlich Erste Hilfe bei medizinischen Notfällen wie Herz-Kreislauf-Stillständen, Unfällen oder akuten Erkrankungen.

Investition in Höhe von 7.500 Euro

Die Gemeinde stellte dafür drei Rucksäcke im Gesamtwert von 7.500 Euro zur Verfügung. Ziel dieser Teams ist es, die Zeit zwischen Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung zu verkürzen. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto höher sind die Chancen auf Heilung und desto kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Beispiel Herzstillstand

„Gerade in ländlichen Regionen zählt jede Minute – und genau hier setzen wir mit dem First-Responder-System an“, betont Andreas Huber, Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes Mining und Initiator der Initiative. First Responder werden parallel zum Rettungsdienst alarmiert und treffen – je nach Nähe zum Einsatzort – oft deutlich früher ein. Dadurch können lebensrettende Maßnahmen wie eine Reanimation schon nach wenigen Minuten beginnen. Neben der medizinischen Ausbildung und Ausrüstung haben sie einen weiteren großen Vorteil: spezifische Ortskenntnisse, weshalb sie ohne Verzögerung zum Einsatz gelangen.

Erleidet beispielsweise jemand einen Herzstillstand, trägt jede frühzeitige Hilfe zur späteren Genesungs- beziehungsweise Überlebenschance bei: „Man geht davon aus, dass mit jeder Minute, in der ein Herzstillstand nicht behandelt wird, die Chancen für eine erfolgreiche Reanimation um zehn Prozent sinken, nach circa zehn Minuten nimmt die Aussicht auf erfolgreiche Reanimation des Patienten deutlich ab“, berichtet Stefan Katzinger, First Responder und freiwilliger Rettungsdienst-Mitarbeiter der Ortsstelle Altheim.

Flächendeckend im Bezirk

Mit dem Ausbau der First Responder wird das Netz der rettungsdienstlichen Versorgung im Bezirk noch engmaschiger. Mit Mining zählt der Bezirk Braunau nun sieben aktive First-Responder-Teams – neben Aspach, Handenberg, Lengau, Maria Schmolln, Mattigtal und Mauerkirchen. Insgesamt engagieren sich 43 Freiwillige in dieser Funktion zusätzlich zu ihrem regulären Rotkreuz-Dienst. Dazu kommen noch fünf Stützpunkte mit Rettungswägen.

Bilanz aus dem letzten Jahr

Die Erfolgsbilanz 2024 spricht für sich: 424 Alarmierungen im Bezirk Braunau zeigen, wie wichtig dieses zusätzliche Rettungsnetz ist – gerade im ländlichen Raum.


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