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Bezirk Braunau/OÖ. Das Landesgremium des oö. Lebensmittelhandels setzt seine Imagekampagne für die regionale Nahversorgung fort. Tips hat mit dem Leiter der Braunauer Wirtschaftskammer, Klaus Berer, über die Situation der Kaufmänner vor Ort gesprochen.

Klaus Berer Foto: WKO
Klaus Berer Foto: WKO

Tips:Herr Berer, wie ist es um das Thema regionale Nahversorgung im Bezirk bestellt?

Klaus Berer: Die überaus positive Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung in weiten Teilen unseres Bezirks wirkt sich tendenziell positiv auf die Situation der Nahversorger aus. Trotzdem gibt es mittlerweile einige kleinere Gemeinden, wo es keinen Nahversorger mehr gibt. Jedenfalls ist für die „privaten“ Nahversorger großer Fleiß erforderlich beziehungsweise auch die Notwendigkeit gegeben, dass man sich über Qualität oder eine Nischenbesetzung profiliert.

Tips:Wie hat sich die Thematik in den letzten Jahren verändert?

Berer: Kunden sind mobiler, legen auch weitere Strecken zum Einkaufen zurück, wollen mehr „Einkaufserlebnis“. Umgekehrt ist aufgrund einer gewissen Übersättigung auch wieder ein Trend zum regionalen, ursprünglichen Einkauf feststellbar, verbunden mit persönlichen Kontakten.

Tips:Wo liegen hier die größten Probleme und Schwierigkeiten?

Berer: Die Margen sind gering, das erfordert eine entsprechende Kundenfrequenz, die vorzuhaltenden Sortimente werden immer größer, was natürlich auch entsprechende Kosten mit sich bringt. Dazu kommt teils überbordende Bürokratie, die kleine Händler kaum mehr bewältigen können.

Tips:Was sind für Maßnahmen nötig, um die Lage zu verbessern?

Berer: Eine Förderung für Investitionen, auch Gemeinden können helfen, außerdem ist eine Vernetzung mit „verwandten“ Branchen nötig. Die regionale Bevölkerung sollte auch öfter regional einkaufen und damit die eigene Lebensgrundlage stärken, denn Nahversorgung ist Lebensqualität.


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