Wirtschaftskammer: Berer sieht neben positiven Signalen momentan noch viele Fragezeichen
BEZIRK BRAUNAU. Mit der Öffnung der Handelsbetriebe und Gastronomie ist ein erster Schritt zum wirtschaftlichen Neustart getan. Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Klaus Berer sieht neben einigen positiven Signalen aber auch noch viele Probleme und Fragezeichen.

Nach den coronabedingten Schließungen keimt durch die Öffnung der Handelsunternehmen und der Gastronomie wieder Hoffnung für die heimische Wirtschaft auf. „Das hat zur Folge, dass Unternehmer wieder ihrer Bestimmung nachkommen können, nämlich etwas zu unternehmen“, stellt der Bezirksstellenleiter der Braunauer Wirtschaftskammer, Klaus Berer, fest. Außerdem könnten dadurch auch wieder freie Arbeitsplätze besetzt und wieder Wertschöpfung in der Region geschaffen werden, das sorge gleichzeitig auch für eine bessere Stimmung.“Positiv ist auch, dass viele Kunden aus Solidarität und Überzeugung regional einkaufen und bisher den Liefer- und Abholservice vieler Wirte genutzt haben“, meint Berer. Trotzdem würden gerade in einer so industrialisierten Region, die stark von Exportmärkten abhängig ist, von denen man nicht wisse, wie sich in der nahen Zukunft erholen werden, derzeit noch viele Fragezeichen vorherrschen. „Das Beste, was auch für die Wirtschaft passieren könnte, wäre die baldige Marktreife eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus“, hofft der Bezirksstellenleiter. Vieles sei in der regionalen Wirtschaft derzeit in Lauerstellung, man fahre auf Sicht und hoffe, dass die Nachfrage in den jetzt teilweise noch arg corona-gebeutelten Export-Märkten anspringe.
Betriebe sehnen Grenzöffnung herbei
In den Grenzgebieten leiden Gastronomie und Handel weiter massiv unter der nach wie vor existierenden Grenzschließung für Private. „Wir haben eine Online-Umfrage gemacht, aus der hervorging, dass manche Unternehmen bis zu 90 Prozent von deutschen Kunden abhängig sind. Hier sind vor allem Gastronomie, Tankstellen und der Einzelhandel betroffen. Da kann man sagen Bayern gehört zu Braunau wie die Brez“n zum Bier“, befindet Berer. Bitter sei für ihn auch, dass viele Unternehmer völlig unverschuldet in ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen seien.


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