Krisenmanagement: Die Grünen auf Bezirkstour: „Wir wollen ein Sprachrohr sein“
BEZIRK BRAUNAU. Auf einer Tour im Bezirk Braunau wollen sich die Grünen um die Anliegen der Menschen aus der Region annehmen. Um der Klimakrise zu kontern, soll unter anderem der Flächenfraß gestoppt sowie die Mobilitätswende erreicht werden.

Dabei helfen sollen etwa Mikro-Öffis, das 1-2-3 Ticket oder ein Ausbau der Lokalbahn bis Eggelsberg. „Wir wollen bessere und günstigere Öffi-Angebote in Braunau. Ziel ist es, dass das Zweitauto im Bezirk reduziert wird“, erklärt David Stögmüller, Nationalratsabgeordneter und Gemeinderat der Grünen Braunau. Auch regionale und nachhaltige Betriebe sollen unterstützt werden. Mit der App „Gutes Finden“ wird die Sichtbarkeit dieser Betriebe erhöht. Stögmüller übergab sein Amt als Grünen-Bezirkssprecher mittlerweile an Erwin Schleindl, der sich besonders für gute Arbeitsbedingungen einsetzen will. Schleindl ist Betriebsrat bei KTM und bekommt viele Ängste und Sorgen im Bezirk unmittelbar mit: „Viele haben durch Corona Angst, ihren Job zu verlieren, der Leistungsdruck nimmt immer mehr zu und es müssen immer mehr Überstunden geleistet werden. Wir wollen ein Sprachrohr für die Menschen im Bezirk sein und gemeinsam an Lösungen arbeiten.“ Geplant sind etwa eine Erhöhung der Überstundenzuschläge und mehr Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Erhöhter Zulauf an Neumitgliedern erkennbar
Dass die Themen der Grünen Anklang finden, sehe man an einem deutlichen Zulauf an Mitgliedern: „Im Bezirk spüren alle den Klimawandel. Man sieht es etwa an ausgetrockneten Brunnen, Missernten, dem Borkenkäfer oder Überschwemmungen“, berichtet Schleindl und Stögmüller ergänzt: „Den Menschen brennt das Thema Klima unter den Nägeln, viele wollen sich engagieren.“ Daher sind derzeit auch drei neue Gemeindegruppen im Bezirk geplant. „Es braucht starke Grüne im Bezirk“, so Stögmüller.


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