Weniger Gewinn bei Amag
BRAUNAU-RANSHOFEN. In seinem Quartalsbericht verzeichnet der Ranshofener Aluminiumproduzent Amag um circa zwei Drittel weniger Gewinn als im Vorjahr. Erfreulich hingegen sei die Übernahme eines 70 Prozent-Anteils der Aircraft Philipp Gruppe sowie die Ergebnisentwicklung im Segment Metall.

Das Ergebnis nach Ertragssteuern belief sich in den ersten drei Quartalen des Jahres auf 11,1 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 30 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um 18 Prozent auf 673,2 Millionen Euro. Der Gesamtabsatz beträgt 303.900 Tonnen. In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei dies aber ein „zufriedenstellendes Ergebnis“, sagt Amag-Vorstandsvorsitzender Gerald Mayer.
Während der Absatz von Primäraluminium sogar gesteigert werden konnte, gab es spürbare Nachfragerückgänge von Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukten. Zudem wirken gesunkene Aluminiumpreise umsatzmindernd. Sehr positiv entwickelt habe sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Mithilfe der Kurzarbeit konnten die Strukturkosten an die Auslastung angepasst werden.
Ein Highlight der letzten Quartale ist neben der Teil-Übernahme der Aircraft Philipp Gruppe auch die Zertifizierung nach dem ASI Chain of Custody Standard. Dass das Unternehmen ein Vor-Corona-Niveau erreicht, wird für 2022 erwartet. Man geht davon aus, dass sich das Absatzniveau in der Luftfahrt erst in fünf Jahren dem von 2019 annähert.


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