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BEZIRK BRAUNAU. Der ÖGB Braunau macht auf die große Schere der Pensionen von Frauen und Männern aufmerksam. Bereits am 13. Juli haben Männer durchschnittlich die Jahrespension einer Frau erhalten.

Martina Priewasser (Foto: ÖGB Braunau)
Martina Priewasser (Foto: ÖGB Braunau)

Nur 53 Prozent einer durchschnittlichen Männerpension bekommen Frauen in Oberösterreich. Im Schnitt sind es derzeit 1.125 Euro im Monat, während Männer mit 2.116 Euro deutlich besser dastehen. Bereits am 13. Juli haben Männer in Oberösterreich die Jahrespension einer Frau erhalten. Die ÖGB-Frauen fordern daher von der Politik rasches Handeln. „Wir müssen alles tun, um die in Oberösterreich besonders große Einkommensschere zwischen den Geschlechtern zu schließen. Der Einkommensnachteil von Frauen schlägt voll auf die Pension durch. Altersarmut von Frauen wird in den nächsten Jahren ein großes Problem werden“, so die ÖGB-Frauenvorsitzende Elfriede Schober.

Unterschied könnte sich noch verstärken

Es sei außerdem zu befürchten, dass der Unterschied zwischen den Geschlechtern in den nächsten Jahren noch weiter aufbreche. „Wenn 40 Berufsjahre zur Berechnung der Pension herangezogen werden, ist das natürlich für viele Frauen extrem nachteilig. Sie sind es, die wegen Kinderbetreuung oder Pflege die Berufstätigkeit unterbrechen. Sie sind es, die Teilzeit arbeiten, weil sich Vollzeit und Familie schwer unter einen Hut bringen lassen. Und sie sind es, die am Ende des Erwerbslebens mit Mini-Pensionen dastehen. Das ist nicht einzusehen“, beklagt die ÖGB-Frauen Regionalvorsitzende Martina Priewasser. Um Altersarmut von Frauen zu verhindern, sei es notwendig, Kinderbetreuungs- und Pflegezeiten besser anzurechnen. „Diese gesellschaftlich wichtigen Aufgaben erfüllen weitestgehend Frauen. Dafür sollen sie nicht auch noch in der Pension bestraft werden“, so Priewasser.


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