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BEZIRK BRAUNAU. Bei der Job Week bieten Betriebe in ganz Oberösterreich zwischen 28. März und 2. April einen Einblick in den Arbeitsalltag.

  1 / 3   Lehrlinge, wie Manuel Berner (v. l.), Fabian Kainz und Simon Fimberger, geben bei der Job Week einen Einblick in den Arbeitsalltag in ihrem Unternehmen. (Foto: Tips)

„Unter dem Motto ‚Arbeitgeber trifft Arbeitnehmer‘ findet die Job Week in ganz Oberösterreich erstmals zur gleichen Zeit statt. Es werden Betriebsführungen, Vorträge, Workshops und vieles mehr angeboten“, sagt Klemens Steidl, der Obmann der Wirtschaftskammer Braunau. So können sich Besucher unter anderem auch auf Job-Speed Datings oder Kennenlern-Frühstücke freuen.

„Firmen können sich hier präsentieren, wobei auch Lehrlinge eingebunden werden. Es geht darum, dass man zeigt, welche tollen Betriebe und Möglichkeiten es im Bezirk gibt.“

Auch für Quereinsteiger

Zielgruppe der Aktion sind nicht nur junge angehende Lehrlinge und Schüler, die in den nächsten Jahren eine Lehre absolvieren möchten. Auch erwachsene Arbeitnehmer können sich bewerben. „Aktuell gibt es deutlich mehr Arbeitsplätze als Personal. Es ist wichtig, hier entgegenzuwirken“, so Steidl.

Ins Gespräch kommen

Laut Klaus Berer, dem Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Braunau, ist die Job Week, zusätzlich zum bereits bestehenden Angebot der WKO, eine hervorragende Möglichkeit, um sich vor Ort ein Bild von den Betrieben zu machen und ins Gespräch zu kommen. „Das unmittelbare Erleben von Berufssituationen live vor Ort ist sicherlich die effektivste Methode für die richtige Berufswahl“, so der Bezirksstellenleiter.

Oberösterreichweit sind aktuell 500 Betriebe für die Job Week angemeldet. Im Bezirk Braunau machen derzeit 46 Betriebe mit.

Da jährlich rund 360 Lehrlinge aus Braunau in andere Bezirke gehen, wolle man bewusst die vielfältigen Jobmöglichkeiten im Bezirk Braunau aufzeigen. Neben Braunau, Mattighofen und Lengau sind Weng, Altheim und Schalchen die Top-Lehrlings-Gemeinden im Bezirk.

Lehrberufe entwickeln sich

Das Image der Lehre werde immer besser. Viele Lehrberufe haben sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt. „Im Durchschnitt sind die Lehrberufe jetzt anspruchsvoller, sauberer und physisch nicht mehr so belastend. Circa 49 Prozent der Schüler eines Jahrganges entscheiden sich für einen Lehrberuf“, erklärt Berer.

Unterstützt wird die Job Week von der Bildungsdirektion und dem AMS. Nach Absprache mit ihrem Klassenvorstand können Jugendliche für maximal fünf Tage vom Unterricht freigestellt werden, damit sie die Betriebe besuchen können. „Eltern, Erziehungsberechtigte oder Freunde sind dabei herzlich willkommen“, so Steidl.

Über 2.000 offene Stellen

Wie Walter Moser, der Geschäftsstellenleiter des AMS Braunau, berichtet, werden im Bezirk zahlreiche Lehrlinge gesucht, gleichzeitig gibt es immer mehr Beschäftigte. „Aktuell gibt es im Bezirk um 8.000 Beschäftigte mehr als noch vor zehn Jahren. Im Februar lag die Arbeitslosenquote bei 5 Prozent. Das ist um 1,7 Prozent niedriger als im Vorjahr und um 1,1 Prozent niedriger als vor zwei Jahren.“ Besonders erfreulich für Moser: „Uns gelingt es auch, Langzeitarbeitslose vermehrt in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Aktuell gibt es 2.027 offene Stellen im Bezirk – das ist ein historischer Höchststand. Fachkräfte werden dringend gebraucht.“

Angebote im Bezirk

Im Bezirk Braunau ist bei der Job Week neben vielen anderen Firmen beispielsweise Beck aus Mauerkirchen mit dabei. „Bei uns wird etwa eine Firmenbesichtigung angeboten, bei der den Besuchern verschiedenste Bereiche, angefangen vom Produktionsbetrieb über die Lehrwerkstätte bis hin zur Qualitätsprüfung, gezeigt werden“, erklärt Manuel Berner. Er absolviert eine Elektrotechnik-Lehre bei Beck.

Bei der Firma Promotech in Schalchen werden drei Schnuppertage angeboten, wie der Mechatronik-Lehrling Fabian Kainz erzählt. An jedem Tag wird ein Fachbereich vorgestellt. Auch eine Führung mit dem Geschäftsführer und ein Gewinnspiel steht auf dem Programm. Zusätzlich dazu bietet Promotech ein Job-to-go-Angebot, bei dem Interessierte 15 Minuten lang ein Gespräch mit der Personalchefin führen und im Idealfall mit einem Job nach Hause gehen können.

Die Moosdorfer Firma EAV beteiligt sich ebenfalls drei Tage lang an der Job Week. „Es werden zwei Schnuppertage und eine Betriebsführung angeboten. Hier wird beispielsweise das neue Firmengebäude präsentiert“, berichtet Simon Fimberger, ein Elektrotechniker-Lehrling bei EAV im dritten Lehrjahr.

Weitere Infos

Die Termine und die beteiligten Firmen sind unter jobweek.at zu finden. Hier kann man sich auch für die Führungen und Co. kostenlos anmelden. Interessierte Firmen können sich hier ebenfalls noch registrieren. Ergänzend dazu gibt es weitere Infos zu den vielen Ausbildungsbetrieben des Bezirks unter www.karrilehre.at


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