Den Traumjob im Innviertel finden bei der „Langen Nacht der Lehre“
INNVIERTEL. Die „Lange Nacht der Lehre“ bietet am Freitag, 1. April, von 15 bis 20 Uhr einen Einblick in den Arbeitsalltag zahlreicher Unternehmen aus dem Innviertel und soll so bei der Suche nach dem Traumjob helfen.

Junge Leute für eine Lehre zu gewinnen, sie auszubilden und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist für die Initiative „Hot Spot! Innviertel“ eine der drängendsten Aufgaben der Wirtschaft. Ende 2021 waren allein im Innviertel über 1.200 Lehrstellen unbesetzt.
Das könnte unter anderem auch daran liegen, dass das Wissen über mögliche Lehrberufe fehlt, so die Initiative. Dabei sei die Lehre „die Zukunft und das Rückgrat unserer Firmen“, betont Andreas Foltyn, der Arbeitsgruppenleiter der „Langen Nacht der Lehre“.
28 Betriebe aus dem Innviertel
Die „Lange Nacht“ soll daher im Rahmen der „Job Week“ der Wirtschaftskammer Oberösterreich niederschwellig und effektiv bei der Lehrstellenvermittlung helfen und einen Einblick in spannende Lehrberufe geben. Insgesamt 28 Betriebe aus dem Innviertel nehmen an der Veranstaltung teil. „Vorgestellt wird ein breites Spektrum an Lehrberufen, angefangen von Berufen in der Gastronomie bis hin zum Maschinenbau“, berichtet Foltyn. „Wir wollen zeigen, welche tollen Firmen und Ausbildungsmöglichkeiten es im Innviertel gibt“, sagt auch Christoph Wiesner, der Leiter der WKO-Bezirksstelle Ried.
Brücke zur Arbeitswelt
Der große Pluspunkt bei der Aktion: Junge Menschen können sich vor Ort und ohne Schwellenangst über Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen in der Region informieren. Die Betriebe wiederum haben die Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und ihre zukünftigen Mitarbeiter kennenzulernen, so der Arbeitsgruppenleiter.
Er ist von der Lehre überzeugt: „Es ist ein sehr interessanter Weg. Man kann wesentlich früher starten als in anderen Berufen und verdient gut.“ „Mit der ‚Langen Nacht der Lehre‘ wollen wir eine Brücke zwischen Schule und Arbeitswelt schlagen und den jungen Menschen einen ersten positiven Eindruck von dem, was sie dort erwartet, geben“, erklärt Wolfgang Köster, der Bereichsleiter Personal der Schwarzmüller Gruppe in Freinberg.
Erkundung mit dem Auto
Das Programm der Unternehmen gestaltet sich dementsprechend abwechslungsreich. So kann die Firma KOWE in Geinberg bei der „Langen Nacht“ mit dem eigenen Auto erkundet werden. Infos zum Unternehmen gibt es an verschiedenen Haltestellen. Den Abschluss bildet ein kurzer Film im KOWE-Autokino. Die Therme Geinberg wiederum setzt auf ein interaktives Erleben des „Geinberg Spirits“.
Beim Heizungsexperten Hargassner führen die Firmenchefs höchstpersönlich durch den Betrieb. Die Besucher erfahren dabei aus erster Hand, wie ein Heizkessel entsteht.
Moto GP-Simulator
Spannend wird es auch bei KTM. Hier können angehende Lehrlinge den Moto GP-Simulator oder ein Schräglagenbike ausprobieren. Infos zu den 14 angebotenen Lehrberufen bieten Infopoints und eine Tour durch die Lehrwerkstatt. Besondere Benefits bei KTM: Lehrlinge erhalten in den ersten zwei Lehrjahren eine kostenlose Unterkunft. Bei einer guten oder ausgezeichneten Lehrabschlussprüfung gibt es sogar ein Motorrad als Geschenk, berichtet Leonie Wenigwieser von der Abteilung Human Resources, die selbst 2020 die Lehre bei KTM abgeschlossen hat.
Scheuch wiederum zeigt, wie Praxis am Puls der Zeit gelingen kann. Die Lehrlinge haben hier Tablet-unterstützte Arbeitsstationen, Schweißroboter und modernste Drehmaschinen zur Verfügung.
Wiesner ist vom vielfältigen Angebot der Firmen bei der „Langen Nacht der Lehre“ begeistert: „Die Betriebe sind sehr kreativ, wenn es darum geht, sich als interessante Arbeitgeber zu präsentieren.“


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