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RANSHOFEN. Seit mehr als vier Jahrzehnten fokussiert sich AMAG auf Innovation und Nachhaltigkeit. Um stetig innovativer zu werden, muss viel Zeit in die Weiterentwicklung und Forschung gesteckt werden. Nun investierte das Unternehmen zehn Millionen Euro für den Einstieg in die Künstliche Intelligenz (KI).

Die vollautomatisierten Roboter prüfen jährlich bis zu 500.000 Prüfkörper. (Foto: AMAG)
Die vollautomatisierten Roboter prüfen jährlich bis zu 500.000 Prüfkörper. (Foto: AMAG)

Nach einer Investition von 10 Millionen Euro wird in der AMAG Smart Factory die vollautomatische Materialprüfung mithilfe von KI durch selbstlernende Maschinen in die Tat umgesetzt. Höchste Qualitätstandards und effiziente, digitalisierte Prüftechnologien sorgen für höchste Sicherheit im Flugzeug oder Auto. „Hier wird wirklich an der Zukunft gearbeitet“, sagt Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der AMAG. 

Innovation: Eine neue Ära in der Probenprüfung

Die Aluminiumlegierungen, die in Flugzeugen oder Autos zur Anwendung kommen, müssen Höchstleistungen erbringen. In der Smart Factory, die im dritten Quartal 2022 fertiggestellt werden soll, im Technologiezentrum „Center for Material Innovation“ (CMI) wird das Material genau auf diese extremen Gegebenheiten geprüft und analysiert, bevor es zum Kunden gelangt. Dadurch wird ein hohes Maß an Zuverlässigkeit gewährleistet. Mit der vollautomatisierten Anlage, die 24 Stunden, 365 Tage im Jahr im Einsatz ist, können jährlich rund 500.000 Stück geprüft werden. Der Vorteil selbstlernender Maschinen ist, dass sie voll automatisch und digitalisiert arbeiten, sie planen und bestücken sich selber. Das Ziel ist, dass über kurz oder lang keine Arbeitskräfte mehr - vor allem keine Schichtarbeiter mehr - für die Materialprüfung benötigt werden. 

Nachhaltigkeit: Reduktion von CO2-Emissionen

Wegweisend ist auch die hundertprozentige sortenreine Schrotttrennung und Recycling der Probenabfälle. Im „Closed-Loop“-System (interner Materialkreislauf) der AMAG werden alle anfallenden Schrotte sortenrein nach Legierungen getrennt und im internen Materialkreislauf an die eigene Gießerei für die erneute Fertigung hochwertiger Vormaterialien retourniert. Da Aluminium immer wieder verwendet und eingeschmolzen werden kann, ohne dabei an Qualität zu verlieren, verfolgt AMAG einen ganzheitlichen Ansatz zur Reduktion von CO2-Emissionen durch die Vermeidung von Materialverlusten und konsequentem Recycling. “Mit Anlageninvestitionen von rund einer Milliarde Euro haben wir in den letzten Jahren das modernste Aluminiumwalzwerk der westlichen Welt errichtet. Nun steigen wir im nächsten Schritt mit unserer Smart Factory zur innovativen Materialprüfung in die künstliche Intelligenz mit selbstlernenden Maschinen ein. Die neuen Anlagen arbeiten rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche und garantieren höchste Qualität und Zuverlässigkeit in der Materialprüfung. Ein umfassendes Recyclingkonzept schließt Materialkreisläufe und führt die anfallenden Abfälle einer Wiederverwertung in der eigenen Gießerei zu“, so Mayer.


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