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PISCHELSDORF/RIED. Ein 47-Jähriger wird beschuldigt, den Fleischanbieter Hubers Landhendl um 2,3 Millionen Euro betrogen zu haben. Vor Gericht behauptete er nun, dass zwei Mitarbeiter Teil eines Schmiergeldsystems waren. Der Prozess wurde vertagt.

 (Foto: Weihbold)
(Foto: Weihbold)

Dem 47-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft Ried schwerer Betrug vorgeworfen. Er soll zwischen 2017 und 2020 falsche Rechnungen und Lieferscheine ausgestellt haben und so den Fleischanbieter um einen Millionenbetrag gebracht haben. Im Fall eines Schuldspruchs drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Seinen eigenen Angaben zufolge lieferte der Angeklagte laut ORF seit 2015 Paletten und Kisten an die Firma. Zwei Mitarbeiter seien auf ihn zugekommen und sagten ihm, dass sie mitverdienen wollen. Daraufhin habe er nur einen Teil der Ware abgeladen, während die gesamte Ladung abgezeichnet wurde. Dafür hätten die Mitarbeiter Schmiergeld verlangt.

Der Angeklagte sagte aus, dass er beispielsweise pro Palette 27 Euro bekommen habe. Davon habe er 22 Euro Schmiergeld gezahlt. Somit habe er nur einen Teil des gestohlenen Geldes erhalten, er wisse aber nicht genau, wie viel. Laut seinem Verteidiger habe er von den angeklagten 2,3 Millionen Euro nur 100.000 Euro erhalten.

Ungereimtheiten bei Aussage

In der Beschuldigteneinvernahme zeigte der Vorsitzende des Schöffensenats mehrere Ungereimtheiten in den Aussagen des Angeklagten auf. Die Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Das Landeskriminalamt soll nun die beiden angeblichen Komplizen sowie weitere Zeugen ausforschen und befragen. Es gilt die Unschuldsvermutung.


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