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MINING/ERING. Durch die Klimakrise sind Extremwetterereignisse, wie Starkregen mit daraus resultierendem Hochwasser, keine Seltenheit mehr. Aus diesem Grund wurde am Samstag, 18. Juni, vom Land Oberösterreich, den Landesfeuerwehrkommandos Oberösterreich und Salzburg, dem Landkreis Rottal-Inn sowie den Gemeinden Mining und Ering (Bayern) der Aktionstag „Hochwasserwissen erleben“ organisiert. Mehr als 300 angemeldete und zahlreiche unangemeldete Besucher folgten der Einladung.

Hunderte Besucher interessierten sich für das Projekt "Hochwasserwissen erleben" in Mining und Ering. (Foto: Gerald B. Photography)

Hochwasser kennt keine Grenzen. Hochwasserereignisse bedürfen daher einer grenzüberschreitenden koordinierten Vorgehensweise aller an der Bewältigung beteiligten Organisationen, um Schäden zu minimieren und die Gefährdung der Einsatzkräfte möglichst gering zu halten.

Nötiges Fachwissen für Hochwasserereignisse

Die Hochwassergefahren und der Ablauf von Hochwasserereignissen sind aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten in Bayern und Österreich vergleichbar. Die Kenntnis der Organisationsstrukturen sowie ein einheitliches Verständnis von wasserbedingten Naturgefahren sind die Grundlagen für ein erfolgreiches Handeln vor und während eines Hochwasserereignisses. Es ist wichtig, dass die Akteure über das nötige Fachwissen verfügen, sowie über Hochwasserprävention, Hochwasservermeidung, Hochwassergefahr und Gefahrenabwehr Bescheid wissen. Aus diesem Grund wurde das Interreg-Projekt zur Bewusstseinsbildung zum Thema Hochwasser im Einzugsgebiet von Salzach, Inn und Donau bei Einsatzkräften der Feuerwehr und Jugendlichen ins Leben gerufen. In dem Projekt arbeiten Partner aus Oberösterreich, Salzburg, Oberbayern und Niederbayern zusammen. Leadpartner ist die Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Oberösterreich.

Projekt „Hochwasserwissen erleben“

Im Zuge des Projektes Hochwasserwissen wird Wissen gesammelt und erarbeitet, Lehrunterlagen, Animationen sowie Filme und physische Modelle werden geplant und erstellt. Mit dem Projekt wird eine revolutionäre Form der Wissensvermittlung erprobt, da zum jeweiligen Thema anhand der erstellten Lehrmittel ein „Lesen – Sehen – Hören – Begreifen – Verstehen“ ermöglicht wird. Anfang Juni wurden bereits erste Wissensvermittler aus dem Kreise der Feuerwehren qualifiziert. Die Wissensvermittler aus Oberösterreich, Salzburg und Bayern sind beim Aktionstag „Hochwasserwissen erleben“ am Samstag, 18. Juni, in der Gemeinde Mining, Schloss Frauenstein auf österreichischer Seite sowie in Ering auf bayerischer Seite erstmalig als engagierte Botschafter für wasserwirtschaftlich bedeutende Themen rund um das Hochwasser aufgetreten. Die zahlreichen Besucher konnten umfangreiche Ausrüstungsgegenstände zur Abwehr und Bewältigung von Hochwasser sowie spannende Modelle zum Thema Hoch- beziehungsweise Hangwasser und die geeignete Gefahrenabwehr kennen lernen und erleben.

Extremwettereignisse häufen sich

„Die Klimakrise zeigt uns in den letzten Jahren immer öfter ihre besonders hässliche Fratze: Extremwettereignisse, wie etwa Starkregen, führen oftmals zu Hochwasser und in der Folge zu großen Schäden. 2021 hat eine Flutkatastrophe in Deutschland etliche Tote und Schäden im zweistelligen Milliardenbereich verursacht. Wir erinnern uns außerdem an die Bilder von Hallein im Sommer 2021. Wir haben das Glück, dass sowohl unsere Behörden als auch unsere Einsatzkräfte bestens auf solche Ereignisse vorbereitet sind. Das Interreg-Projekt „Hochwasserwissen“ ist hier ein weiterer wichtiger Schritt zur besseren Vernetzung und Wissensaneignung, um auch in Zukunft bestmöglich für Hochwasserereignisse gewappnet zu sein“, sagt der für Wasser zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne).


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