Wiedergewählt: Martina Priewasser bleibt ÖGB-Frauenvorsitzende
BRAUNAU. Martina Priewasser wurde bei der Regionalausschuss-Sitzung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen zur ÖGB-Frauenvorsitzenden Braunau wiedergewählt.

Priewasser ist seit 2020 Vorsitzende der ÖGB Frauen Braunau. Zudem ist sie im Präsidium des ÖGB Regionalvorstandes Braunau. Sie ist Betriebsratsvorsitzende der Firma APTIV und lebt in Eberschwang.
Die Sitzung fand dieses Mal unter dem Motto „Preise runter! Für ein Ende der Kostenexplosion“ statt. „Immer mehr Arbeitnehmerinnen machen sich Sorgen wegen der steigenden Preise für Energie, Wohnen, Lebensmittel und Verkehr“, berichtet Priewasser. „Das reicht weit in die Mittelschicht. Es ist höchste Zeit, dass die Regierung spürbar gegensteuert und den Menschen wieder Sicherheit gibt.“
Explodierende Preise treffen Alleinerzieherinnen
Gerade für Frauen, die oft ein geringeres Einkommen haben, seien die explodierenden Preise kaum mehr zu bewältigen. „Hier trifft es vor allem Alleinerzieherinnen besonders hart“, sagte Manuela Kurz, Landesfrauensekretärin des ÖGB-Oberösterreich. Sie ist davon überzeugt, dass sich diese Problematik das kommende Jahr noch stärker zeigen wird. Ihr zufolge habe die Regierung allerdings noch immer keine nachhaltigen Maßnahmen dagegen auf den Weg gebracht. Daher wird sie mit anderen ÖGB-Mitgliedern am Samstag, 17. September, in Linz auf die Straße gehen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Teurer Arbeitsweg
Bei der Sitzung besprochen wurde auch das öffentliche Verkehrsnetz im Bezirk Braunau. Dieses sei schlecht ausgebaut. Laut einer Studie der Arbeiterkammer müssen Beschäftigte mit einer durchschnittlichen Wegstrecke von knapp 48 Kilometern dieses Jahr 525 Euro mehr bezahlen als im Vorjahr, wenn sie mit dem Auto zur Arbeit kommen wollen. Für den ganzen Bezirk sind das Mehrkosten von 11,9 Millionen Euro. Zudem hat sich das Kilometergeld von 42 Cent pro Kilometer trotz Inflation seit 2008 nicht verändert. In bestimmten Berufsfeldern, wie in der Mobilen Pflege, macht das große Probleme. „Es gibt immer mehr Anrufe von Kolleginnen, die sich die Mehrkosten für die Dienstfahrten nicht mehr leisten können oder wollen“, berichtet die Braunauer Frauenvorsitzende.


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