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BRAUNAU. Die Volkshilfe Braunau will angesichts der Teuerungen, dass verstärkt Maßnahmen gegen die zunehmende Armut gesetzt werden. Sie fordert beispielsweise eine Erhöhung der Mietbeihilfe und die Einführung einer Kindergrundsicherung.

Mitglieder der Braunauer Volkshilfe machen auf die zunehmende Armut aufmerksam. (Foto: VH Braunau)
Mitglieder der Braunauer Volkshilfe machen auf die zunehmende Armut aufmerksam. (Foto: VH Braunau)

In den Sozialmärkten gibt es inzwischen um 20 Prozent mehr Kunden – Tendenz steigend, berichtet Gabriele Knauseder, Vorsitzende des Volkshilfe-Bezirksvereins Braunau: „Die Teuerungswellen sind mittlerweile auch in der Mittelschicht spürbar.“

Menschen können sich teilweise das Alltäglichste nicht mehr leisten, obwohl sie ohnehin im Supermarkt sehr genau mitrechnen und abwägen. Es müssen massive Abstriche gemacht werden, sei es bei Grundbedürfnissen wie der Bezahlung der Wohn- und Energiekosten, bei der Entwicklung und Förderung der Kinder oder schlichtweg bei der ausreichenden Ernährung. „Die Teuerung schlägt jeden Tag und bei jeder Zahlung zu und sie trifft Armutsbetroffene beziehungsweise Menschen mit geringen Einkommen und ihre Kinder ungleich härter“, sagt Knauseder. Für den Winter und das kommende Frühjahr befürchtet die Volkshilfe eine weitere gravierende Verschlechterung.

Kurz- und langfristige Maßnahmen erforderlich

Daher werden kurz- und langfristige Maßnahmen gefordert, die Menschen, Familien und deren Kinder vor Armut schützen und die es auch nachhaltig ermöglichen, aus Armutssituationen zu entkommen. So soll unter anderem die Wohnbeihilfe erhöht werden. Außerdem soll es eine kostenlose Energieversorgung für Armutsbetroffene und wiederkehrende Direktzahlungen geben, die hohe Lebensmittelpreise abfedern.

Es brauche kurzfristige Maßnahmen, um besonders gefährdete Gruppen sofort zu entlasten. „Als kurzfristige Maßnahme muss auf die Profite der Mineralölkonzerne eine Sondersteuer eingeführt werden“, sagt die Braunauer Volkshelferin.

Darüber hinaus brauche es aber auch langfristige Maßnahmen, wie die Einführung einer sozial gestaffelten Kindergrundsicherung für alle Kinder in Österreich. „Unsere Alpenrepublik könnte damit der erste Staat der Erde sein, der die Kinderarmut abgeschafft hat“, so Knauseder.

 


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