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BEZIRK BRAUNAU. Mit verschiedenen Aktionen machten Frauen im Bezirk Braunau auf den Equal Pay Day am 18. Oktober aufmerksam. Das ist jener Tag, an dem Männer bereits verdient haben, wie Frauen bis Jahresende.

  1 / 2   Die Stadtfrauen der SPÖ Braunau (v.l.): Sozialstadträtin Martina Schäfer, Roswitha Hofer, Elisabeth Wimmer und Landtagsabgeordnete Gabriele Knauseder (Foto: SPÖ)

Sowohl die Frauen des Österreichischen Gewerkschaftsbund Braunau als auch die Frauen der SPÖ Braunau machten mit Aktionen auf den Equal Pay Day aufmerksam, also dem Tag im Jahr an dem Männer durchschnittlich so viel verdient haben wie Frauen bis Jahresende. Im Bezirk Braunau fand dieser bereits am 18. Oktober statt, bundesweit ist er heuer am 30. Oktober. Gefordert wird Einkommenstransparenz, eine bessere Bezahlung, vor allem in frauendominierten Branchen sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Wir fordern einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem 1. Geburtstag“, stellt Martina Priewasser, ÖGB-Regional-Frauenvorsitzende klar. „Das ist die Voraussetzung dafür, dass Frauen überhaupt arbeiten können und nicht komplett den Anschluss verlieren.“ Dazu seien familienfreundlichere Arbeitszeiten ein Gebot der Stunde: „Wir brauchen eine Arbeitszeitverkürzung für alle und damit auch eine gerechtere Aufteilung der unbezahlten Arbeit.“

21 Prozent weniger Verdienst

Vollzeit und ganzjährig beschäftigte Frauenverdienen in Oberösterreich 21,1 Prozent weniger als Männer. Damit liegt unser Bundesland wie schon in den vergangenen Jahren auf dem vorletzten Platz vor Vorarlberg. Auch im Bezirk Braunau sind es fast 21 Prozent weniger.

Die Frauen der SPÖ Braunau fordern, diese Lohnschere endlich zu schließen. Als Beispiel nennen sie vor allem die skandinavischen Länder, wo diese sehr klein ist. Island führt seit Jahren das Ranking des „Global Gender Gap Report“. Unternehmen müssen dort aktiv zeigen, dass sie faire Löhne zahlen, sonst drohen Strafen. Dank guter Anreize, gehen in Island neun von zehn Männer in Karenz. Auch Spanien habe in den letzten Jahren enorm aufgeholt. 


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