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BRAUNAU. Anlässlich des Tages der Arbeitslosen machte die Volkshilfe Braunau auf die prekäre Situation von vielen arbeitssuchenden Menschen aufmerksam. Sie fordert eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens.

Gabriele Knauseder (v. l.) und Gabriele Stelzl vom Volkshilfe-Bezirksverein Braunau wiesen auf die Probleme arbeitssuchender Menschen hin. Dazu verteilten sie „Arbeitslose“. (Foto: VH Braunau)

Rund 2.000 Menschen waren Ende März im Bezirk Braunau arbeitslos. „Viele leben an oder unter der Armutsgefährdungsschwelle“, berichtet Gabriele Knauseder, die Vorsitzende der Volkshilfe Braunau. Ihr zufolge setzt die Regierung im Bereich des Arbeitsmarktes zu wenig Akzente.

Eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens sei für arbeitslose Menschen eine Frage des menschenwürdigen Lebens. „Denn angesichts der Teuerungsraten können vor allem Geringverdiener nicht von 55 Prozent ihres letzten Gehalts leben“, so Knauseder.

Mehr Maßnahmen gefordert

Laut der Volkshilfe-Vorsitzenden fehlen zudem Maßnahmen, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. Es brauche noch mehr Anstrengungen, auch langzeitarbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist enorm, durch Schulung und Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen ist hier ein menschliches Potenzial zu heben“, betont Knauseder.

Für jene, die nicht in ein Normalarbeitsverhältnis vermittelbar sind, sei eine Jobgarantie notwendig. Knauseder fordert das „Recht auf einen Platz in einem geregelten, menschenwürdigen zweiten Arbeitsmarkt“.


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