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BEZIRK BRAUNAU. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) veröffentlichte eine Abstimmung für Bürger, um Straßen zu nennen, wo es Verkehrsberuhigung braucht. Im Bezirk Braunau wurden in insgesamt 15 Gemeinden Verkehrsberuhigungsmaßnahmen von den Bürgern gefordert. Am häufigsten wurde zu hohes Tempo als Ursache genannt.

Häufig werden Maßnahmen bei Kindergärten oder Schulen gefordert (Foto: Stockfoto)
Häufig werden Maßnahmen bei Kindergärten oder Schulen gefordert (Foto: Stockfoto)

Die vom VCÖ zur Verfügung gestellte Möglichkeit, Straßen zu nennen, wo es im Wohnort Verkehrsberuhigung braucht, wurde in Oberösterreich stark genutzt. Bürger gaben in insgesamt 154 oberösterreichischen Gemeinden und Städten Straßen an, wo Verkehrsberuhigung notwendig sei – 15 davon im Bezirk Braunau.

Gründe für geforderte Verkehrsmaßnahmen

Der VCÖ hat auch abgefragt, warum eine Verkehrsberuhigung an dem genannten Ort gewünscht ist, auch Mehrfachnennungen waren möglich. Als häufigster Grund – knapp 30 Prozent –, warum an den jeweiligen Orten Verkehrsberuhigung benötigt wird, wurde zu hohes Tempo als Problem genannt. 23 Prozent gaben Gemeinden an, in denen der Verkehr die Lebensqualität beeinträchtigt oder in denen hohe Unfallgefahrenstellen herrschen. Zu viel Kfz-Verkehr weisen laut Anwohnern 21 Prozent der Gemeinden auf. In 18 Prozent der Orte stellt Verkehrslärm ein Problem dar, in elf Prozent gibt es eine verstärkte Abgasbelastung durch den Verkehr.

Tempo-30-Initiative

Bei zu hoher Geschwindigkeit ist bei der Problemlösung jedochdie Straßenverkehrsordnung ein Hindernis. Deshalb hat der VCÖ eine Initiative für eine Änderung der Straßenverkehrsordnung gestartet. Es soll Gemeinden und Städten erleichtert werden, Tempo 30 in ihrem Gemeindegebiet dort einzuführen, wo die Gemeinde das für wichtig hält. „Immer wieder gibt es Fälle, wo Gemeinden eine Temporeduktion möchten, beispielsweise weil es ein Wohngebiet ist oder weil an der Straße ein Kindergarten, eine Schule oder ein Seniorenheim liegt, aber die übergeordnete Behörde lehnt das Ansinnen der Gemeinde unter Berufung auf die Straßenverkehrsordnung ab“, erklärt VCÖ-Expertin Lina Mosshammer.

Die Karte mit allen Forderungen findet man HIER

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