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Begegnungszone und Tempo 30: Gemeinderat beschloss neues Mobilitätskonzept für Braunau

Theresa Senzenberger, 07.07.2023 15:56

BRAUNAU. Nach mehr als zwei Jahren Vorbereitung ist es so weit: Der Gemeinderat beschloss ein neues Mobilitätskonzept für Braunau. Dieses sieht unter anderem eine Begegnungszone und Tempo 30 im Stadtgebiet vor.

Hubert Esterbauer (FPÖ) und Wolfgang Grabner-Sittenthaler (SPÖ) leiteten den Arbeitskreis, der das Mobilitätskonzept erarbeitete. (Foto: Tips/Kobler)

Erste Schritte für ein neues Verkehrskonzept gab es schon 2020. Unter der Leitung von Hubert Esterbauer (FPÖ), dem ehemaligen Obmann des Verkehrsausschusses, und Vizebürgermeister Wolfgang Grabner-Sittenthaler (SPÖ) wurde 2021 ein Mobilitätsarbeitskreis geschaffen, an dem alle Parteien des Gemeinderates mitarbeiteten.

Ihre Ziele: Unter anderem soll der motorisierte Individualverkehr in der Stadt reduziert werden. Ein neues Innenstadtkonzept soll den Verkehr gezielt beruhigen und mehr Aufenthaltsqualität und Attraktivität für Gewerbetreibende bringen. Auch der ruhende Verkehr soll strukturiert werden. Die Stadtteil-Verbindungen sollen für alle Verkehrsteilnehmer optimiert werden.

Fünf Leitprojekte

Nun ist das neue Konzept fertig und hat neben rund 200 kleineren Maßnahmen auch Großes vor. So soll beispielsweise ein Programm zur Stärkung des Radverkehrs erstellt werden. Im Bereich des oberen Stadtplatzes und in der Salzburger Vorstadt soll eine Begegnungszone errichtet werden. Im Stadtgebiet soll eine flächendeckende Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h eingeführt werden. Davon ausgenommen sind nur wenige Hauptstraßen. Außerdem geplant: Die Bereitstellung und Bewirtschaftung des Parkraums sowie ein modernes Leitsystem für den fließenden und ruhenden Verkehr.

Nicht in Stein gemeißelt

Noch ist das Mobilitätskonzept nur eine Zielvereinbarung mit möglichen Maßnahmen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen erst geklärt, die Finanzierung muss erst sichergestellt werden. Manche der Vorhaben kosten Millionen und sind daher noch nicht umsetzbar. Außerdem werden die vorgeschlagenen Maßnahmen noch mit den Betroffenen diskutiert. Dann kann zwischen Varianten entschieden werden.

„Das Konzept ist nicht in Stein gemeißelt, aber es ist ein tauglicher Handlungsleitfaden, der das Ziel vorgibt“, sagt Esterbauer. Grabner-Sittenthaler spricht von einem „modernen und zeitgemäßen Planungsentwurf“. Auch Vertreter der anderen Parteien sind mit dem neuen Konzept zufrieden. Dieses wurde einstimmig angenommen.

Infoveranstaltung im Herbst

Das genaue Konzept wird der Bevölkerung im Herbst, voraussichtlich am 22. September, im Rahmen einer Infoveranstaltung präsentiert. Hier können Interessierte Rückmeldungen abgeben und mit Entscheidungsträgern sprechen.


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