Handenbergs Bürgermeister: „Ich sehe mich als Teamleader“
HANDENBERG. Johannes Fankhauser (ÖVP) ist seit 2021 Bürgermeister von Handenberg. Im Tips-Interview sprach er über das, was ihm in seiner Gemeinde wichtig ist.

Tips: Herr Bürgermeister, was ist für Sie das Besondere an Ihrer Gemeinde?
Johannes Fankhauser: Die Vereine, die Umgebung und die Wirte. Wir wurden mit guten Wirten beschenkt, das ist für mich besonders schön. Ich schätze auch die Gebäude. Ich bin offen für Neues. Bei den Bauwerken bin ich aber eher auf der Seite von Brauchtum und alten Kulturgütern.
Tips: Was ist Ihnen wichtig?
Fankhauser: Familie, Kinder und die Gesundheit. In Handenberg ist mir das Ortsleben wichtig.
Es war nie mein Ziel, dass ich Bürgermeister werde. Es folgte eines auf das andere. In jungen Jahren war ich sechs Jahre lang Gemeinderat und ging dann erst wieder später in die Politik. Dazwischen war ich Ortsbauer und Sektionsleiter beim Fußball und bin jetzt noch Schiedsrichter.
Mir ist es wichtig, mit Leuten, vor allem auch jungen Leuten, zusammenzuarbeiten. Ich bin sehr gesellig und bin fast bei allen Vereinen dabei.
Mir liegt viel am Austausch, auch mit den Mitarbeitern der Gemeinde. Daher machen wir jedes Jahr einen Ausflug und waren heuer zum Beispiel gemeinsam auf dem Donauinselfest. Ich schätze auch alle Gemeinderäte und ihre Meinung. Ich sehe mich als Teamleader. Wenn jemand eine gute Idee hat – warum soll er sie nicht umsetzen?
Tips:Welche Projekte wurden in der Gemeinde in letzter Zeit abgeschlossen? Welche Projekte stehen an?
Fankhauser:Kürzlich wurde ein kleiner Parkplatz fertiggestellt. Außerdem wurde der Spielplatz erweitert und erneuert.
Im August steht der Glasfaserausbau an. Eventuell werden im Zuge der Grabungsarbeiten auch Ladestationen gebaut. Es gibt ein umfassendes Straßenbauprogramm.
Da über 140 Kinder in den Kindergarten gehen, ist er schon wieder fast zu klein. Daher sollen die Kinder einen zusätzlichen Gruppenraum bekommen.
Für den Bau einer neuen Leichenhalle und eines neuen WCs für den Friedhof steht ein Grundsatzbeschluss. Der Plan dazu soll heuer noch entstehen. In dieser Periode soll zudem entschieden werden, ob ein neues Feuerwehrhaus gebaut wird. Bis 2026 sollen 60 neue Wohneinheiten in der Gemeinde entstehen. Auf der Volksschule könnte eventuell eine Photovoltaikanlage errichtet werden.
Nächstes Jahr stehen zudem zwei große Feste an: das Gründungsfest der Feuerwehr und das Landespflügen der Landjugend.
Tips: Welche Herausforderungen gibt es in Handenberg?
Fankhauser:Das Thema Verkehr könnte herausfordernd werden, beispielsweise beim Ausbau der B156. In dem Fall brauchen wir eine Regionalbahn. Eine weitere Herausforderung ist der Personalmangel in den Kindergärten. Ich habe keine Angst, dass eine Gruppe geschlossen werden muss. Es gibt aber zu wenige Pädagogen.
Generell darf aber nicht vergessen werden: Wir leben auf einem sehr hohen Niveau. Hier ist die Gefahr groß, dass man gewisse Dinge als selbstverständlich sieht. Als Bürgermeister ist es mir jedenfalls wichtig, zu schauen, dass es der Bevölkerung gut geht.
Tips:Haben Sie einen Lieblingsort in der Gemeinde?
Fankhauser:Ich habe drei: den Fußballplatz, den Wirt und das Feuerwehrhaus.


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