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BRAUNAU. Die Volkshilfe Braunau kritisiert die Energiearmut in Österreich. Für armutsbetroffene Familien wird der bevorstehende Winter besonders hart, prognostiziert die Hilfsorganisation.

Gabriele Knauseder, die Vorsitzende der Volkshilfe Braunau, macht auf die Energiearmut in Österreich aufmerksam. (Foto: VH OÖ)

„Bei Kälte zu heizen darf kein Privileg sein“, sagt Gabriele Knauseder, die Vorsitzende der Volkshilfe Braunau, anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Armut am 17. Oktober. „Der kommende Winter wird für viele Menschen erneut eine Herausforderung. Einerseits aufgrund der Energiearmut, andererseits aufgrund der psychischen und gesundheitlichen Folgen, die ein kalter Wohnraum mit sich bringt.“

Menschen mit wenig Einkommen haben ihr zufolge meist kein Geld, um die Heizung zu tauschen, die Wohnung zu sanieren oder energieeffiziente Elektrogeräte zu kaufen. Daher haben Betroffene oft besonders hohe Energieausgaben. Dabei sei die Verwendung von Energie ein Grundbedürfnis und eine notwendige Lebensvoraussetzung, betont Knauseder.

Hohe Ausgaben für Wohnenergie

Rund 20 Prozent ihres Einkommens geben Haushalte, die von Energiearmut betroffen sind, für Wohnenergie, also für das Heizen, Warmwasser, Kochen oder Licht, aus. Das ist viermal so viel wie in einem österreichischen Durchschnittshaushalt. Circa 94.000 Haushalte in Österreich können laut Statistik Austria ihre Wohnungen nicht ausreichend warmhalten.


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