Arbeiterkammer-Erhebung: Mietkosten machen Menschen im Bezirk Braunau zu schaffen
BEZIRK BRAUNAU. Eine Erhebung der Arbeiterkammer Oberösterreich unter ihren Mitgliedern zeigt, dass die Wohnzufriedenheit im Bezirk zwar im Mittelfeld liegt, die Kosten für die Menschen jedoch eine Belastung darstellen.

Der AK Wohnzufriedenheitsindex trifft Aussagen über Bedürfnisse, politische und gesellschaftliche Erwartungshaltungen sowie Ängste und Sorgen der Menschen zum Thema Wohnen. Die aktuelle Erhebung fand im Oktober und November 2023 statt und macht deutlich: In den Bezirken Braunau, Grieskirchen, Ried und Schärding leben sieben von zehn Menschen im Eigentum, neun Prozent leben im geförderten Wohnbau. Das ist, nach den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden, der zweitniedrigste Wert in ganz Oberösterreich. Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Mieten im Vergleich zu anderen oberösterreichischen Regionen relativ hoch.
761 Euro im Durchschnitt
Durchschnittlich 761 Euro müssen Mieter hier monatlich zahlen. Teurer ist laut der Erhebung die Miete nur in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden mit durchschnittlich 853 Euro pro Monat. Als besonders belastend werden von den Menschen sowohl im Bezirk als auch im ganzen Bundesland die Strom- und Heizkosten sowie die Miet- und Betriebskosten wahrgenommen.
Wohnzufriedenheit
Bei der Wohnzufriedenheit liegen die Bezirke Braunau, Grieskirchen, Ried, Schärding im oberösterreichischen Mittelfeld: So sind die Menschen zwar im Gesamten gesehen zufrieden mit der Wohnsituation. Wenig zufrieden sind sie mit der Leistbarkeit der Wohnung oder des Eigenheimes, den Einkaufsmöglichkeiten oder Kulturangeboten sowie dem öffentlichen Verkehrsnetz. Angesichts der als besonders hoch empfundenen Belastung durch die Wohnkosten und einer weiterhin starken Teuerung fordert AK-Präsident Andreas Stangl dringend wirksame Maßnahmen, um Wohnen leistbar zu halten. Dazu brauche es eine Initiative für geförderten Wohnbau.


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