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BEZIRK BRAUNAU. Roman Haider, der oberösterreichische FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, war zu Gast im Bezirk Braunau und kritisierte hier die aktuellen Zustände in der EU scharf.

Roman Haider (r.), Spitzenkandidat der FPÖ für die EU-Wahl, und Braunaus FPÖ-Bezirksparteiobmann David Schießl sprachen in Braunau über die kommende Wahl. (Foto: FPÖ)

Gerade, wer der EU kritisch gegenübersteht, sollte am 9. Juni wählen gehen, meinte Haider bei seinem Besuch im Bezirk. „Die EU mischt sich in vieles ein, was sie nicht angeht. In den letzten Jahren entstand ein Wust an Regelungen, die zurückgenommen werden sollen. Der Wahlkampf steht daher unter dem Motto ‚EU-Wahnsinn stoppen‘.“ Der EU-Mandatar spricht sich wie sein Parteikollege Harald Vilimsky dafür aus, dass das EU-Parlament und die Kommission halbiert werden.

Kritik am Green Deal

Unter anderem besichtigte Haider im Bezirk den Windpark in Munderfing. Das Thema Energie und Klimawandel waren ihm auch ein wichtiges Anliegen. Während er sich für den Umweltschutz ausspricht, kritisierte er die „Klimawandelhysterie“ der EU. Besonders den Green Deal sieht er sehr kritisch.

„Nein“ zum Verbrennerverbot

Das Verbrennerverbot, das einen Neukauf von diesel- oder benzinbetriebenen Autos ab 2035 unterbindet, soll beispielsweise zurückgenommen werden, meint Haider. „Ansonsten ruinieren wir zwölf Millionen Arbeitsplätze in Europa.“ E-Autos seien nicht nur zu teuer, sondern bei weitem nicht so umweltfreundlich, wie propagiert wird.

Windräder im Bezirk

Was die Windräder im Bezirk Braunau betrifft, so sagte auch Braunaus FPÖ-Bezirksparteiobmann David Schießl: „Wir sind keine massiven Windradgegner, aber wenn man auch das Aufstellen der Windräder miteinrechnet, sind sie nicht ganz so CO2-neutral wie behauptet wird.“ Oberösterreich habe auch deutlich weniger Windkraftpotential als beispielsweise Niederösterreich. „Ich bin der Meinung, dass man hier die Bürger bestimmen lassen sollte.“

Weitere Teuerungswellen

Haider prognostizierte zudem weitere Teuerungswellen, die durch EU-Verordnungen entstehen würden. „Die Emissionszertifikate haben sich zum Beispiel in den letzten fünf Jahren verzwanzigfacht“, sagt der EU-Mandatar. Mehrere Verordnungen, die sich fatal auf die Österreichische Landwirtschaft ausgewirkt hätten, konnten ihm zufolge gerade noch gestoppt werden.

Deindustrialisierung stoppen

Weitere Kritikpunkte waren unter anderem ein fehlender gemeinsamer, effektiver Grenzschutz sowie die Deindustrialisierung in Europa. Als Beispiel führte Schießl die Verlagerung der Produktion bei KTM an. „Firmen wandern wegen der wahnsinnigen Vorschriften ab“, so Haider. „Ich habe aus Europa nichts Positives zu berichten. Die Selbstdemontage muss ein Ende haben.“


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