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SPÖ: Allein im Bezirk Braunau stehen 72 Pflegebetten wegen Personalmangels leer

Leserartikel Michelle Baumann, 15.05.2024 14:38

BRAUNAU. Mit einer alljährlichen schriftlichen Anfrage an den Soziallandesrat erhebt der SPÖ-Landtagsklub die Personalsituation im Pflegebereich. Diese ist im Land ob der Enns weiterhin hoch angespannt: Von den 12.391 Pflegeheimplätzen in Oberösterreich standen 2023 ganze 1.235 wegen fehlendem Personal frei, darunter 72 im Bezirk Braunau.

Als Lösung für die Personalgewinnung im Pflegebereich schlägt SPÖ-Landtagsabgeordnete Gabriele Knauseder ein Ausbildungsstipendium, das zum Leben reicht, vor. (Foto: MecGreenie Production OG)

„Auch im Bezirk Braunau konnten 72 Pflegeheimplätze wegen zu weniger Pflegekräfte nicht belegt werden. Zum internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai braucht es deshalb eine wirksame Pflegeoffensive für Oberösterreich, um die Personallücke wieder zu füllen. Schöne Worte zum Aktionstag reichen nicht“, fordert SPÖ-Landtagsabgeordnete Gabriele Knauseder.

Hohe Zeitguthaben und 22 Krankenstandstage sind Folgen konstanter Überbelastung

Wie weitere aktuelle Zahlen belegen, betrug das Zeitguthaben je Pflegekraft mit Jahresende 2023 durchschnittlich 63 Stunden. Auch 17 Tage Resturlaub mussten sich die Pfleger im Schnitt ins neue Jahr mitnehmen. Mit 22 Tagen ist ihr jährlicher Krankenstand auch eineinhalb Arbeitswochen über dem Durchschnitt der ÖGK-Versicherten. „Unsere Bediensteten in den Heimen opfern sich für ihre Klienten auf und machen ihren Job mit viel Leidenschaft. Doch der andauernde Personalmangel führt dazu, dass die Pflegekräfte Überstunden aufbauen müssen und Urlaub nicht konsumiert werden kann – überlange Krankenstände sind die Folge. Deshalb muss die Personalgewinnung an erster Stelle stehen“, so Knauseder. Die SPÖ schlägt etwa ein Ausbildungsstipendium, das zum Leben reicht, vor.


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