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HELPFAU-UTTENDORF. Ferdinand Tiefnig, der Obmann der Bezirksbauernkammer und des Braunauer Bauernbundes, wurde bei der Tagung des Bezirksbauernrates in Helpfau-Uttendorf als Kandidat für die Nationalratswahl nominiert.

Bauernbund-Obmann Ferdinand Tiefing (r.), Landwirtschafkammer-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl (l.) und weitere bäuerliche Funktionäre trafen sich im Helpfauer-Hof. (Foto: Seiringer/BB)

Mehr als 70 bäuerliche Funktionäre waren der Einladung von Tiefnig zu einem Informationsabend im Helpfauer Hof gefolgt. Sie nominierten ihn einstimmig als Nationalratskandidaten. Bei der Delegiertenversammlung der ÖVP am 17. Juni wird über die Wahl abgestimmt.

Tiefnig informierte bei der Tagung über aktuelle Beschlüsse im National- und Bundesrat. Unter anderem wurden auch das Renaturierungsgesetz und das Mercosur-Abkommen besprochen. Hierzu gebe es eine klare Ablehnung der österreichischen Bundesregierung, so Tiefnig.

Agrardiesel und Ammoniak-Verluste

Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl war ebenfalls nach Helpfau-Uttendorf gekommen. Sie sprach unter anderem über die Entlastung durch den Agrardiesel. Sie sieht darin einen wichtigen Baustein in der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Familienbetriebe.

Ein weiteres ihrer Anliegen: „Die praxisorientierte Umsetzung der Reduktion von Ammoniak-Verlusten, die für unsere Viehhaltung von zentraler Bedeutung ist.“

Gemeinsame EU-Agrarpolitik

Die Vizepräsidentin bekannte sich zur gemeinsamen EU-Agrarpolitik. Klare Forderungen und Verbesserungen für die Bauern der Region seien ihr zufolge aber unerlässlich: „Der ständig steigenden Bürokratie muss Einhalt geboten werden, ein One in – One Out-Prinzip bei neuen Gesetzen sowie die Kontrolle, ob gleiche Produktionsstandards für Importe von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus Drittstaaten vorliegen, sind einzuführen“, sagte Ferstl.

Gestiegene Produktionskosten

Zudem sprach sie über die stark gestiegenen Produktionskosten. Wegen ihnen sei eine jährliche Inflationsanpassung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)-Prämien für österreichische Betriebe essentiell.


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