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KTM kündigt Abbau von weiteren 500 Arbeitsplätze an

Sabrina Kastenauer, 14.01.2026 09:11

MATTIGHOFEN. Der neue Mehrheitseigentümer Bajaj Mobility AG hat angekündigt, im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen weitere rund 500 Arbeitsplätze bei der KTM AG abzubauen. Hauptsächlich betroffen ist der Verwaltungsbereich, etwa zwei Drittel der betroffenen Stellen entfallen auf Österreich. Damit ist auch der Standort Mattighofen direkt betroffen.

Auch der Standort Mattighofen ist von dem neuerlichen Stellenabbau betroffen. (Foto: KTM AG/Heiko Mandl)

Der Bajaj-Konzern habe sich im Zuge der Übernahme der Mehrheit klar zu KTM als österreichischem Unternehmen und zum Standort Mattighofen bekannt, betont Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner in einer Stellungnahme, gleichzeitig habe er aber auch angekündigt, den Verwaltungsbereich auf Spar- und Effizienzpotenziale zu überprüfen. Diese angekündigten Anpassungen werden nun umgesetzt.

Effizienzsteigerung und Kostensenkung

Im Rahmen einer notwendigen Neuausrichtung sei ein Personalabbau von rund 500 Beschäftigten, überwiegend in Angestelltenbereichen und im mittleren Management, unumgänglich, heißt es seitens des Unternehmens. „Dieser Stellenabbau ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um unsere Kosten zu senken, Strukturen zu verschlanken und das Unternehmen damit langfristig stabil aufzustellen“, erklärt CEO Gottfried Neumeister. „Wir reduzieren in allen Bereichen an Komplexität – zum Beispiel bei unserer Modellpalette, in der IT und auch in der Organisation unserer Abteilungen, insbesondere durch die Herausnahme einer Führungsebene.“ Das Utnernehmen wolle sich nun konsequent auf das Segment Motorcycles mit den drei Kernmarken KTM, GASGAS und Husqvarna fokussieren.

Land und AMS bieten Unterstützung

„Für die betroffenen Mitarbeiter ist dies eine sehr schmerzliche Nachricht, auch wenn zu hoffen ist, dass der nach wie vor bestehende Fachkräftebedarf den Wechsel auf einen neuen Arbeitsplatz erleichtern wird“, erklärte Achleitner. Für sie stehen Unterstützungsangebote von Land Oberösterreich und Arbeitsmarktservice OÖ bereit. Über die für die Automotive-Branche eingerichtete Stiftung sollen Mitarbeiter beim beruflichen Neustart begleitet werden. „Auch wenn der Arbeitsmarkt sehr aufnahmefähig ist, steht für die betroffenen Beschäftigten das von Land OÖ und AMS OÖ geknüpfte Sicherheitsnetz in Form der Stiftung für die Automotive-Branche bereit“, betont Achleitner. In der bei der KTM-Insolvenz eingerichteten Stiftung seien derzeit noch mehr als 300 Stellen von ursprünglich 400 vorgesehen verfügbar.


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