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MUNDERFING. Oberösterreichs zweitgrößtes geplantes Windkraftprojekt wird deutlich kleiner als ursprünglich vorgesehen: Statt 18 neuer Windräder will die Energie AG im Kobernaußerwald nun nur noch neun Anlagen weiterverfolgen. Hintergrund ist eine Tiefflugzone des Bundesheeres, die quer durch das Waldgebiet verläuft und im laufenden Umweltverträglichkeitsverfahren (UVP) zu Einwänden des Militärs führte.

Symbolfoto (Foto: Tips)
Symbolfoto (Foto: Tips)

Konkret geht es um die Erweiterung des Windparks Munderfing, wo bereits sechs Windräder stehen und die Voraussetzungen – etwa große Abstände zu Wohngebäuden – als günstig galten. Im Spätsommer 2025 wurden jedoch Zweifel laut, ob die volle Ausbauvariante genehmigungsfähig ist. Denn quer durch den Kobernaußerwald verläuft eine Tiefflugzone des Bundesheeres, weshalb das Militär im UVP-Verfahren Parteienstellung hat. Das Bundesheer argumentierte, zusätzliche Anlagen könnten die Bedingungen für Trainingsflüge beeinträchtigen. Als weiterer Faktor gelte die geplante Stationierung von Leonardo-Jets ab 2030 in Hörsching, für die Tiefflugzonen künftig verstärkt benötigt würden.

Laut dem für UVP zuständigen Ressort von Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) habe die Projektwerberin eine „erhebliche Reduktion“ angekündigt, aktuell werde ein entsprechender Abänderungsantrag vorbereitet. Die Energie AG sprach von intensiven Gesprächen mit dem Bundesheer. Am Mittwochabend bestätigte sie, dass man sich vorerst auf neun Standorte fokussiere und die Unterlagen entsprechend anpasse, um das Verfahren fortzusetzen. Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) betonte in einer Aussendung die Bedeutung eines Energiemixes und kündigte an, dass die Energie AG zusätzliche Standorte im Kobernaußerwald prüfen will, um „möglichst viele“ Windkraftanlagen realisieren zu können.


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