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Neue Salzach-Zille „Daniela“ wurde in den Dienst gestellt

Sabrina Antlinger, 06.05.2026 10:57

HOCHBURG-ACH. An der Salzach zwischen Oberösterreich und Bayern wurde ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit aufgeschlagen: Mit der Indienststellung der neuen Bereisungszille „Daniela“ steht künftig ein modernes Arbeitsboot für gemeinsame Einsätze auf dem Grenzfluss zur Verfügung.

Die „Taufpatin“ der neuen Zille, Daniela König, bei der standesgemäßen Schiffstaufe an der Salzach (Foto: Land OÖ/Gewässerbezirk Braunau)

Die feierliche Taufe der neuen Arbeitszille nahm Daniela König (Leiterin der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft des Landes Oberösterreich) vor. Die Taufe verfolgten unter anderem auch Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne), Gerald Kronberger (Bezirkshauptmann Braunau) sowie Florian Kolmhofer (Bezirkshauptmann Schärding). Finanziert wurde das Projekt zu 75 Prozent aus EU-Mitteln, den Rest tragen die beiden Länder partnerschaftlich. 

Die Salzach ist seit mehr als 200 Jahren Gegenstand der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Im Fokus stehen dabei Hochwasserschutz, Gewässerpflege und die ökologische Entwicklung des Flusses. Mit der neuen Zille als Arbeitsgerät soll die Zusammenarbeit im täglichen Einsatz weiter erleichtert werden.

In den vergangenen 25 Jahren wurden bereits Maßnahmen zur Renaturierung der Salzach umgesetzt, um den Fluss wieder in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Durch frühere Regulierungen hatte sich der Fluss nämlich stark eingetieft – mit negativen Auswirkungen auf Natur und Grundwasser. Erste Erfolge sind jedoch sichtbar: Im Abschnitt zwischen Tittmoning und der Nonnreiter Enge wurde der Fluss aufgeweitet, wodurch sich die Flussdynamik verbessert und zusätzlicher Lebensraum entstanden ist. Die Breite des Flusses konnte dort von rund 110 auf etwa 200 Meter vergrößert werden.

Weitere Projekte sind in Planung: Für einen rund sechs Kilometer langen Abschnitt flussaufwärts laufen derzeit die Vorbereitungen. Die Umsetzung soll ab 2027 erfolgen. Ziel ist es, der Salzach mehr Raum zu geben und gleichzeitig den Hochwasserschutz zu verbessern.


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