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BEZIRK BRAUNAU. Die Modernisierung und Elektrifizierung der Mattigtalbahn schreitet planmäßig voran. Mit der dauerhaften Auflassung der Eisenbahnkreuzung Stallhofnerstraße in Mattighofen wurde nun die letzte öffentliche, nicht-technisch gesicherte Eisenbahnkreuzung entlang der gesamten Strecke beseitigt. Die Sperre trat mit 1. Juni in Kraft.

Mit der Auflassung der Eisenbahnkreuzung Stallhofnerstraße in Mattighofen entfällt die letzte öffentliche, nicht-technisch gesicherte Eisenbahnkreuzung entlang der gesamten Strecke. (Foto: ÖBB, Heidemarie Pleschko)

Seit Beginn der Arbeiten zwischen Friedburg und Braunau haben die ÖBB insgesamt 63 Eisenbahnkreuzungen modernisiert oder aufgelassen. Die Maßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil der Elektrifizierung der Strecke und sollen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich erhöhen.

Übergang Stallhofnerstraße ab sofort gesperrt

Mit 1. Juni wurde die Eisenbahnkreuzung Stallhofnerstraße dauerhaft gesperrt. Ein Passieren ist künftig für alle Verkehrsteilnehmer – einschließlich Fußgänger und Radfahrer – nicht mehr möglich. „Mit der Auflassung der letzten nicht-technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung auf der Mattigtalbahn schaffen wir ein deutliches Plus an Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Gleichzeitig bringen wir die Elektrifizierung der Strecke konsequent voran – ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen, klimafreundlichen Bahn im Innviertel“, betont Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.

Umfahrungsbau in vollem Gange

Parallel dazu errichtet das Land Oberösterreich die Umfahrung Mattighofen, der Baustart für den letzten Abschnitt erfolgte Ende April. Dabei entsteht auch die neue Überführungsbrücke Stallhofen. Für Mattighofens Bürgermeister Daniel Lang (ÖVP) ist klar: „Mit Fertigstellung der neuen Brücke gegen Ende des Jahres wird die Querung der Bahnstrecke einfacher und sicherer.“ Die Überführungsbrücke Stallhofen soll bis Ende 2026 befahrbar sein. Bis dahin erfolgt die Verkehrsführung über bestehende Umleitungsrouten.

Elektrifizierungsarbeiten im Zeitplan

Hintergrund der umfassenden Modernisierung ist die Errichtung von Oberleitungsanlagen entlang der Strecke. Da die neuen Masten das Sichtfeld an Bahnübergängen einschränken können, wurden seit 2022 sämtliche Eisenbahnkreuzungen technisch gesichert oder aufgelassen.

Streckensperre im Sommer

Für die finalen Elektrifizierungsarbeiten ist von 13. Juli bis 4. September noch eine Streckensperre zwischen Friedburg und Braunau erforderlich. Während dieses Zeitraums wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Ab Fahrplanwechsel 2027/28 sind Fahrgäste zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Braunau künftig mit 100 Prozent grünem Bahnstrom unterwegs. 

Auch Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die Region: „Mit der Modernisierung und Elektrifizierung der Mattigtalbahn investieren wir gezielt in eine sichere, leistungsfähige und zukunftsfitte Verkehrsinfrastruktur. [...“ Gleichzeitig schaffen wir mit der Elektrifizierung die Voraussetzungen für ein modernes Bahnangebot und stärken damit nachhaltig die Mobilität im Innviertel sowie den Wirtschaftsstandort der Region.“


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