Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Mit ihrem Buch „Ich bin das Volk“ möchte Leopoldine Kwas dem Volk eine Stimme geben und den Politikern ihre eigentliche Aufgabe bewußt machen - für das Volk da zu sein. Tips hat die ambitionierte Breitenauerin zu einem interessanten Gespräch getroffen.

Leopoldine Kwas will für Bewusstsein sorgen.
Leopoldine Kwas will für Bewusstsein sorgen.

Tips: Warum haben Sie dieses Buch geschrieben?

Kwas: Um uns als das Volk sichtbar zu machen. Wir haben keine Stimme mehr und werden mit unseren Sorgen nicht mehr gesehen und gehört. Der Inhalt richtet sich an die Politiker, die für uns da sein müssten und nicht umgekehrt. Ich glaube kein Wahlversprechen mehr und es wäre schön, wenn die Politiker wieder in unsere Mitte kommen würden.

Tips: Sie sprechen von unseren Sorgen. Was meinen Sie damit?

Kwas: Mein Buch ist auf persönlichen Erlebnissen aufgebaut, es gibt viele Beispiele. Zum Beispiel kam eine ältere Frau in mein Geschäft, es war eine nette, feine Dame und wir kamen so ins Gespräch. Da erzählte sie mir, dass sie seit einem halben Jahr ohne Strom lebt und sich in der Nacht einen Wollfaden vom Bett zur Klotür spannt, damit sie den Weg findet. Oder wie viele müssen kämpfen, um sich den Schulbeginn leisten zu können.

Tips: Wie kommt Ihr Buch an? Welche Rückmeldungen habe Sie bis jetzt bekommen?

Kwas: Die erste Auflage ist verkauft, wir befinden uns bereits in der zweiten. Ich persönlich habe durchwegs positive Reaktionen bekommen. Es kommen Leute zu mir, auch von weiter weg, die mir zu meinem Buch gratulieren.

Tips: Was ist die Grundaussage in Ihrem Buch?

Kwas: Die wichtigste Aussage in meinem Buch ist: wir haben keine Mittelschicht mehr. Am meisten betroffen sind die Frauen. Uns werden 15 Stunden flexibel angeboten, aber flexible Arbeitszeiten heißt, der Chef kann uns einsetzen wo und wann er will. Und da gibt es keine Möglichkeiten mehr für einen zweiten Job.

Tips: Was werfen Sie den Politikern konkret vor?

Kwas: Sie haben den Respekt vor sich selbst verloren. Es geht nur mehr darum, wer wen verhindert. Niemand kann mir sagen, dass uns die Politiker noch vertreten.

Tips: In Ihrem Buch erzählen Sie auch Ihre eigene Lebensgeschichte. Können Sie uns einen kurzen Überblick geben?

Kwas: Ich habe in unterschiedlichen Positionen gearbeitet. Zuletzt war ich Filialleiterin in einem großen Konzern. Die Arbeitszeiten hätten mich fast umgebracht. Ich wollte bessere Dienstzeiten. Damit habe ich meinen Job riskiert und verloren. Ich wollte dann unbedingt eine Arbeit finden. Der Rest steht in meinem Buch (schmunzelt).

Tips: Was hätten Sie für Lösungen?

Kwas: Würde der Staat mehr in Schulen, Straßenbau und so weiter investieren, gäbe es dadurch mehr Jobs. Wenn Leute Geld haben, geben sie auch welches aus, das ist wieder gut für den Handel. Das wäre besser, als in Banken zu investieren. Banken würden von selbst florieren, wenn es uns gut geht. Personalsharing wäre auch sehr spannend, aber nicht mit flexiblen Arbeitszeiten.

Tips: Was würden Sie sich von den Politikern wünschen?

Kwas: Ich wnsche mir entweder einen Mann aus dem Volk oder einen bestehenden Politiker, der sich besinnt. Die Politiker sollen nicht tun, was sie wollen, sondern uns zuhören. Sie sollen uns zusammenbringen und nicht auseinander.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden