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Initiative gegen Atommüll: 800 Unterschriften aus Dobersberg

Daniel Schmidt, 29.08.2017 11:22

DOBERSBERG. Mit einer eigenen Unterschriftenaktion machen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (beide ÖVP) bereits seit Mitte Juni gegen die geplanten Atommüll-Endlager an der niederösterreichischen Grenze mobil. Zu den bereits gesammelten Unterschriften kamen nun 800 aus der Marktgemeinde Dobersberg dazu.

Bei der Übergabe der Unterschriften (v.l.): Vizebürgermeister Karl Pabisch, Bundesrat Eduard Köck, Elisabeth Wagner (Regionsleiterin für das Waldviertel der Energie- und Umweltagentur) und Bürgermeister Reinhard Deimel. Foto: Julia Zieser

Ein klares und flächendeckendes Bekenntnis Niederösterreichs gegen die Atomkraft und für 100 Prozent Erneuerbare Energie bringt die landesweite Unterschriftenaktion gegen das geplante Atommüllendlager in Tschechien.

„Mitte Juni haben wir die Unterschriftenaktion gestartet. Seither erreichen uns Unterschriftenlisten aus allen Landesteilen. Dabei können wir insbesondere auf die Unterstützung unserer Gemeinden zählen. Für den Einsatz von Dobersberg und aller anderen niederösterreichischen Gemeinden möchte ich mich herzlichen bedanken! Jede Unterschrift ist ein starkes Zeichen gegen die Atommüll-Endlager in unmittelbarer Nähe unserer Heimat“, so Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Wohin mit dem Atommüll?

Tagtäglich produzieren Atomkraftwerke hochgiftigen Müll. Radioaktives Material braucht einmal ein Endlager, welches Erdbeben und tektonischen Verschiebungen standhalten muss und gegen den Eintritt von Wasser dauerhaft geschützt sein muss. Tschechien ist seit 2016 auf der Suche nach einem Endlager-Standort, mehrere potentielle Standorte sind derzeit bekannt und werden geprüft (Tips berichtete in der  kürzlich erschienen Ausgabe).

Darunter etwa Čihadlo, nur rund 21 km von der Staatsgrenze entfernt. „Österreich hat sich bereits 1978 gegen die Atomkraft entschieden. Nicht zuletzt, weil Atomkraft ein großes Risiko für unsere Regionen darstellt. Niederösterreich zeigt, dass eine zukunftsfähige Energiewende möglich ist“, erklärt Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich.

Über 800 Unterschriften aus Dobersberg

Neben der Möglichkeit online auf www.energiebewegung.at/atommuell zu unterschreiben, liegen auch Unterschriftenlisten in Niederösterreichs Gemeindeämtern auf. „Bisher konnten wir in Dobersberg über 800 Unterschriften gegen das geplante Atommüllendlager sammeln. Die Sicherheit unserer Bevölkerung steht an erster Stelle und ist jedenfalls eine Unterschrift wert“, so Bürgermeister Reinhard Deimel (ÖVP).

„Wir möchten im Bezirk Waidhofen/Thaya ein starkes Zeichen gegen die Atomkraft setzen und setzen uns mit Hochdruck dafür ein die Atommüll-Endlager von unserer Grenze fernzuhalten Ich hoffe, dass viele noch die Möglichkeit nutzen sich bis Ende September in eine Unterschriftenliste auf den Gemeindeämtern einzutragen“, unterstreicht Bundesrat Eduard Köck (ÖVP) die Wichtigkeit der Aktion.


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