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Drosendorf. Die 28. Bundesolympiade Latein und Griechisch wurde erst kürzlich im Talentezentrum Schloss Drosendorf ausgetragen. Dabei bereiteten sich die Sieger der Landesbewerbe in den klassischen Sprachen zunächst in ihrer jeweiligen Disziplin, Griechisch, vierjähriges Latein oder sechsjähriges Latein intensiv vor und überzeugten schließlich durch ihre Arbeiten.

  1 / 2   Das würdige Ambiente von Schloss Drosendorf trug zum stimmungsvollen Rahmen der Veranstaltung bei. Fotos: Happenhofer

An die 50 Schüler aus ganz Österreich und Südtirol kamen dazu in Begleitung von 15 Lehrkräften zusammen. Organisiert wurde die Olympiade federführend von der Arbeitsgemeinschaft für Latein und Griechisch an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich. Als Hauptverantwortlicher zeichnete sich Martin Seitz vom Bundesgymnasium/Bundesrealgymnasium Klosterneuburg Keimgasse, Mödling, aus.

Die Kursthemen der diesjährigen Olympiade lauteten „Platon“ (Griechisch) sowie „Erasmus von Rotterdam“ (Latein). Gerade durch die Auseinandersetzung mit den Texten des Renaissance-Humanisten sollte den Schülern Weltoffenheit sowie grenzüberschreitendes und tolerantes Denken vermittelt werden. Eine Thematik, die aktueller nicht sein könnte. Die Exkursion nach Znaim sowie der Besuch des jüdischen Friedhofs in Schaffa waren dabei ganz im Sinne des Europäers Erasmus. Außerdem wurde ein Ausflug nach Weitra organisiert sowie die Besichtigung des dortigen Sgraffito-Hauses. Die Möglichkeit, hierbei sogar eine Bibelausgabe des Erasmus von Rotterdam in Händen zu halten, begeisterte Teilnehmer wie Begleiter gleichermaßen.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildeten ein Festvortrag von Kurt Smolak (Universität Wien) sowie die Siegerehrung der Kandidaten im Schloss Drosendorf. Neben unterschiedlichen hochkarätigen Rednern, wie dem amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates für Niederösterreich, Johann Heuras, beeindruckten vor allem die Dankesworte zweier Schüler, die sich zu Beginn ihrer Reden in der jeweiligen klassischen Sprache an die Festgäste wandten.

Die wohl am häufigsten todgesagten Sprachen Latein und Griechisch erfreuen sich also auch im 21. Jahrhundert größter Beliebtheit und strotzen vor Leben. Die angereisten Jugendlichen bewiesen mit ihren Leistungen eindrucksvoll, dass der Begabungs- und Begabtenförderung im Bereich der klassischen Sprachen im gesamten Bundesgebiet eine große Bedeutung zukommt


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