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DÜRNSTEIN. Bis zu 12.270 Touristen besuchten im Vorjahr pro Tag das kleine Wachaustädtchen Dürnstein. Jetzt wurden Maßnahmen zur besseren Besucherlenkung präsentiert, damit die Gäste nicht zur Belastung für die Einheimischen werden. Grundlage dafür ist eine umfangreiche Studie der „Kondeor Tourismusforschung“.

Stellten die Maßnahmen bei einer Pressekonferenz vor: (v. l.) Dietmar Kepplinger (Kondeor Tourismusforschung), Peter Sigmund (Donau Niederösterreich Tourismus), Mario Pulker (Tourismusverband Wachau Nibelungengau Kremstal), Andreas Nunzer (Welterbegemeinden Wachau) und Bernhard Schröder (Donau Niederösterreich Tourismus). Foto: Donau Niederösterreich/Daniela Matjeschek

Die „Kondeor Tourismusforschung“ hat untersucht, wie viele Touristen sich von Juni bis Oktober 2018 im Wachau-Hotspot Dürnstein aufhielten. Die meisten Gäste kamen demnach im September: An allen Werktagen wurden in diesem Zeitraum im Tagesdurchschnitt 5.580 Personen gezählt, an allen Wochenenden durchschnittlich 8.540 Personen pro Tag. Im Juni waren es 2.720 Personen im Tagesdurchschnitt an Wochentagen und 4.130 Gäste an Wochenenden. Oftmals kam es dabei zu starken Schwankungen, die Besucherzahlen liegen daher zwischen 1.650 und 12.270 Personen.

Gäste bleiben meist nur kurz

Die Studie ergab weiters, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Dürnstein bei 2,5 Stunden liegt. 33 Prozent der Gäste bleiben maximal 90 Minuten. Die Mehrheit der befragten Tagesbesucher (45 Prozent) hält sich zwischen eineinhalb und maximal drei Stunden im Ort auf. Tagesgäste mit einer Aufenthaltsdauer von unter 4,5 Stunden geben pro Person im Schnitt 24 Euro aus. Bleiben sie länger, steigt ihr Konsum auf 39 Euro. Von der Bevölkerung als „eher störend“ empfunden wurden laut Studie vor allem größere Gruppen aus Radlern oder Führungen.

Konkrete Maßnahmen

Um die Besucherströme in Dürnstein zu entzerren, werden nun neue Touren entwickelt. Diese sollen auf die Aufenthaltsdauer und Interessen der Gäste individuell zugeschnitten werden und auch Sehenswertes abseits der bekannten Routen zeigen. Dazu werden ein neuer Stadtplan und auch ein digitaler Guide über Apps entwickelt. Neben den neuen Touren sollen verstärkt alternative Ausflugsziele angefahren werden – ein entsprechendes Werbemittel für die Kabinenschiffe wurde bereits umgesetzt. Um die durchfahrenden Radler vom Donauradweg besser zu verteilen, soll eine alternative Route an der Donaulände umgesetzt werden.

Leitsysteme kommen

In der Folge wird auch – zunächst in Dürnstein – die Umsetzung eines innerörtlichen Leitsystems gestartet, um die Besucherströme besser zu verteilen. Bis Herbst 2019 soll ein Konzept für ein überregionales Leitsystem fertig sein und im Anschluss umgesetzt werden. Nach Abklärung der Finanzierung soll weiters eine regionale Busparkplatz-Bewirtschaftung in Abstimmung mit den Gemeinden kommen.


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