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EBENSEE. Im Zuge einer durchgeführten Brückeninspektion stellten die Experten bei der Traunbrücke im Ortszentrum massive Schädigungen der Brückenlager und der Auflagerkonsolen fest. Seit gestern abend ist die Brücke für alle Verkehrsteilnehmer - auch Fußgänger - gesperrt - wahrscheinlich sogar für mindestens ein Jahr.

Die Traunbrücke im Ebenseer Ortszentrum wird monatelang nicht benutzbar sein.
  1 / 3   Die Traunbrücke im Ebenseer Ortszentrum wird monatelang nicht benutzbar sein.

Genauere Untersuchungen durch ein Ziviltechnikerbüro bestätigten die Gefahr eines plötzlichen Versagens ohne Vorankündigung - auch ohne Einwirkung von Verkehrslasten. Von einem rostigen Stahllager ausgehend könnten sich Risse im Beton bilden. Dies könnte zum Einsturz des Brückenmittenteiles führen. Auf der Brücke befindliche Fahrzeuge und Personen wären dadurch akut gefährdet. „Es wäre unverantwortlich gewesen, auf eine noch genauere Untersuchung zu warten“, so Bürgermeister Markus Siller. Die in den 1950er Jahren errichtete Brücke ist die erste Spannbetonbrücke Österreichs und gilt als Pionierleistung. Pläne liegen sogar im Technischen Museum Wien auf.

Neubau nötig?

Heute, Dienstag, 5. April, finden Gespräche mit Vertretern der Brückenabteilung des Landes über die weitere Vorgangsweise statt. In Ebensee rechnet man mit einem nötigen Neubau, dessen Bürgermeister Siller auf zwei bis drei Millionen Euro schätzt. Der Verkehr wird vorerst auf die B145 umgeleitet.


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