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EBENSEE. Die Obfrau des örtlichen Wirtschaftsbundes Beate Weilguni (ÖVP) kritisiert in einem offenen Brief Bürgermeister Markus Siller (SPÖ). Drei Jahre Warten auf eine neue Traunbrücke sei der lokalen Wirtschaft nicht zumutbar.

Mit dem Bau einer Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger wurde bereits begonnen. Am nächsten Montag wird diese angeliefert.

„Verwundert und bestürzt über die schleppende Vorgangsweise seitens der Gemeinde“ zeigt sich die ÖVP-Kommunalpolitikerin. „Es kann doch nicht sein, dass im 21. Jahrhundert eine so wichtige Verbindung zweier Ortsteile bis zu drei Jahre gesperrt sein soll. Überall werden in solchen Krisenfällen innerhalb kürzester Zeit Not- bzw. Behelfsbrücken (zumindest einspurig) eingerichtet, warum geht das in Ebensee nicht?“, fragt sich Weilguni. Den in der Marktgasse und in der Bahnhofstraße ansässigen Geschäften fehle nicht nur die „Laufkundschaft“, sondern auch eine „normale Möglichkeit, die Geschäfte zu erreichen“. Die demnächst in Betreib gehende Fußgänger- und Radwegbrücke ist den Wirtschaftstreibenden zu wenig. Sie fordern eine Behelfsbrücke „unbedingt auch für Autofahrer“. „Was in den Fünfzigerjahren innerhalb kürzester Zeit möglich war, muss doch 2016 in einer hochtechnisierten Welt auch in Ebensee möglich sein“, so Weilguni. Falls im August die ÖBB noch mit Sanierungsarbeiten der Bahnübergänge beginne und diese schließe, sei der Ortskern überhaupt großflächig abgesperrt.

Bürgermeister Siller: „Laut Experten nicht machbar“

Bürgermeister Markus Siller (SPÖ) kann mit der Kritik nichts anfangen: „Nach vielen Expertengesprächen ist eine provisorische Brücke für Autos technisch und finanziell schlicht unmöglich.“ Auf die aufwändigen Genehmigungsverfahren für eine komplett neue Brücke habe man als Gemeinde keinen Einfluss.


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